St. Sebastian-Bruderschaft: Investieren lohnt sich

Ralf Tönnesmann (rechts) ehrt hier Reimbert Sandt.

NEUENRADE ▪ Die Schützenbruderschaft St. Sebastian traf sich am Samstag zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Sebastianklause. Wahlen für Vorstandsämter standen nicht an. So blickte der erste Vorsitzende, Ralf Tönnesmann zurück und befasste sich mit der neuen Heizung und dem Stress mit den Anwohnern.

Zunächst dankte er aber dem amtierenden Königspaar, Dominik Schmöle und Meike Zeller für ihr bisheriges Engagement. Besonderen Dank sprach er auch Reimbert Sandt aus, der seine sehr erfolgreiche Kreiskönigsregentschaft im September beendet hatte und ehrte ihn mit einem bei den Küntroper Schützen hoch im Kurs stehenden Obstler vom Bodensee, der anlässlich der Ehrung zuvor binnen 24 Stunden „eingeflogen werden konnte“.

Desweiteren befasste sich Tönnesmann auch mit der vorläufigen Auswertung der neu angeschafften Heizungsanlage. In diesem Punkt wollte er seine Schützenbrüder „nicht mit toten Zahlen langweilen, sondern die Zahlen mit Leben erfüllen“. Und dies gelang Tönnesmann. Er führte aus, dass der Heizkraftverlust der neuen Anlage sehr gering sei: „Während der frühere Heizverlust bei durchschnittlich 38 Prozent lag, würde er nunmehr bei durchschnittlich vier Prozent liegen. Und das würde sich natürlich auf die Heizkosten auswirken. Diese seien von monatlich rund 830 Euro auf rund 260 Euro gefallen – eine satte Ersparnis von 570 Euro. Augenzwinkernd fügte er hinzu, dass sich dies auch „optisch“ niederschlagen würde. Vorbei seien die Zeiten, „in denen sich im Schneefall ein breiter schneefreier Rand um unsere Schützenhalle zieht.“ Aus Reihen der Versammlung kam sogleich der Kommentar: „ Na und - dann wird eben wieder Schnee geschüppt“.

Tönnesmann betonte dankend, dass die Realisierung der Anlage ohne den immensen Einsatz der Arbeitsgemeinschaft „Energie“ (Schützenbrüder: Friedhelm Griesenbruch, Alfons Fröndt, Norbert Stork, Thorsten Verse, Ulrich Maas und Werner Fuderholz) sowie der erheblich finanziellen Unterstützung der Stadt Neuenrade nicht möglich gewesen sei. Doch der Einsatz von viel Kraft, Zeit, Nerven und Geld „habe sich gelohnt“. So konnte auch bereits die Abnahme nach der so genannten Versammlungsstättenverordnung seitens des Märkischen Kreises erfolgen.

Dies konnte als thematische Brücke zu einem Thema verstanden werden, bei welchem Tönnismann seine Anspannung anzusehen war. Nämlich zu der bereits in der Presse für Wellen sorgende Diskussion, inwieweit ein Verein für Lärmbelästigung haftbar gemacht werden kann, wenn er seine Räumlichkeiten anderen für Feierlichkeiten zur Verfügung stellt. Doch auch hier hatte Tönnesmann eine ansprechende Lösung. Noch im Februar würden weiter sachliche Gespräche am „Runden Tisch“ mit allen Betroffenen geführt, wobei nach wie vor die Vermittlung seitens des Ortsvorstehers, Ludger Stracke, zur Verfügung stehe.

Unabhängig davon und trotz aller Erfolge in seinem Amt hatte Ralf Tönnesmann auch ein eigenes Anliegen und bereitete seine Schützenbrüder darauf vor, dass er für das Amt des ersten Vorsitzenden 2013 nicht mehr zur Verfügung stehen werde.

Das Wort zum Abschluss der Jahreshauptversammlung hatten diesmal die Jungschützen: Kai Tönnesmann lud die Schützen zu den Feierlichkeiten anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Jungschützenabteilung für den 12. Mai ein. ▪ ks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare