Coronavirus

Schulschließungen: In Neuenrade existieren Notfallpläne

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An der Hönnequell-Schule werden die Arbeitspläne für die Schüler auf der Schulhomepage veröffentlicht.

Neuenrade – Corona-Ferien in Neuenrade. Ministerpräsident Armin Laschet hat am Freitag die generelle Schul- und Kitaschließung bis zum 19. April bekannt gegeben.

Die gute Nachricht: Keine der Neuenrader Bildungseinrichtungen trifft die Schließung unvorbereitet. Ein Überblick:

Hönnequell-Schule 

An der Hönnequell-Schule (HQS) wurden die Schüler vor rund zehn Tagen informiert, dass im Falle einer Schulschließung Arbeitspläne auf der Schulhomepage veröffentlicht werden. Dies solle im Laufe des Montags passieren, wie Schulleiterin Eva Päckert mitteilte. Wie alle Schulen, bleibt die HQS am Montag und Dienstag geöffnet, es findet lediglich kein Unterricht statt. Schüler, die noch Bücher in der Schule lagern, haben an den Tagen die Möglichkeit, sie abzuholen. Für Eltern, die „in ihren Berufen unabkömmlich sind“, werde ein Betreuungsangebot geschaffen, wie Päckert sagte. 

Burgschule 

Rektor Awerd Riemenschneider war von der Schulschließung nicht überrascht. Der Notfallplan, den die Burgschule im Vorfeld ausgearbeitet hatte, sieht vor, dass die Schüler für die unterrichtsfreie Zeit Aufgaben bekommen sollen. So sollen sie vor allem in Hauptfächern im Stoff bleiben. Da die Schule am Montag und Dienstag noch geöffnet ist, können sich die Schüler die Aufgaben dort abholen. 

Waldorfschule 

Die Waldorfschule ist ebenfalls vorbereitet. Schon seit Mitte Februar lief die Ausarbeitung eines Notfallplans, wie Geschäftsführer Klaus Giljohann sagte. Die Schüler wurden mit Unterrichtsmaterialien versorgt, entweder in Papierform oder digital. Per E-Mail werden den Schülern in den nächsten Tagen die Aufgaben- und Fragestellungen zugesandt. Die Lehrer werden per Skype, E-Mail und Telefon erreichbar sein, um Feedback zur Bearbeitung zu geben. Gerade für die angehenden Abiturienten ist dies wichtig. Der Unterrichtsbetrieb ist ab sofort eingestellt. Montag und Dienstag wird übergangsweise eine Betreuung gestellt. Ab Mittwoch gibt es diese Betreuung weiterhin, dann aber nur noch für Kinder, deren Eltern im Pflegebereich, in der Güterversorgung oder in anderen für die Eindämmung des Coronavirus wichtigen Berufsfeldern tätig sind. Die Schule werde die gesamte Zeit erreichbar sein. 

Kitas 

Wie Armin Laschet in der Pressekonferenz zum Coronavirus gestern bekannt gab, werden die Kindergärten mit sofortiger Wirkung geschlossen. Die städtischen Kindergärten werden am Montag eine Notbetreuung mit Erziehern einrichten, die nicht zur Risikogruppe gehören. Priorität habe es aber, andere Betreuungsmöglichkeiten auszuschöpfen wie Urlaub oder Überstundenabbau. 

Gerhard Schumacher, Vertreter des Bürgermeisters, riet klar davon ab, die Kinder bei den Großeltern abzugeben. Die Ansteckungsgefahr für die Großeltern sei zu groß. Wie es ab Dienstag weitergeht, werde Montag entschieden. Betroffen von der Kita-Schließung sind auch die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft, wie die Kita Hummelnest. Sie sind auf Instruktionen des Landeskirchenamtes angewiesen.

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