Schulhof bleibt ein Problemfeld

NEUENRADE ▪ Dirk Ahrens ist genervt, bislang hat sich nichts getan. Wenn er morgens die Außenanlagen der Burgschule kontrolliert, dann ist alles verdreckt (wir berichteten). Jetzt brannten Unbekannte sogar große Streichholzpäckchen einfach ab. Die Reste wurden überall verstreut. Zudem werde klebriger Eistee auf den Stufen der Schule ausgekippt.

Und die Spucke-Pfützen lässt Ahrens nicht unerwähnt. „Das kann sich gar keiner vorstellen“, sagt der Hausmeister. Er benötige teilweise zwei Stunden, um die ekligen Hinterlassenschaften zu beseitigen. In Verdacht geraten sind Jugendliche und junge Erwachsenen im Alter von 13 bis knapp über 18 Jahre. Die halten sich demnach vor der Pausenhalle, am Park oder im Treppenbereich auf. Ahrens schätzt, dass sich bis zu 25 Personen dort häufig in den Abendstunden aufhielten. Appelle und Drohungen, der Gang an die Öffentlichkeit. All das habe bis jetzt nichts genützt. Jetzt werde man Personalien feststellen und fleißig Bußgelder verteilen. Alle bisherigen Maßnahmen seien im Sande verlaufen.

Um dort einschreiten zu können, muss zum Beispiel die Polizei natürlich eine Handhabe haben. So ist man auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Darauf weist Polizeioberkommissar Franz-Josef Iwan, gestandener und erfahren Polizist aus Neuenrade, hin. „Wenn jemand da etwas bemerkt, soll er Bescheid sagen, wir kommen dann schnellstmöglich dorthin“. Wenn nicht zeitgleich irgendwo ein schwerer Unfall sei, funktioniere das – in der Regel– auch. Zudem werde ohnehin verstärkt kontrolliert. Doch wenn Jugendliche ruhig auf der Treppe sitzen, müsse man sie nicht einfach wegscheuchen. Iwan merkt zudem an, dass die Sache mit Jugendlichen auf Schulhöfen ein generelles Problemfeld sei. Und in Neuenrade sei das seines Erachtens auch nicht deutlich mehr geworden. Er sei nun seit zwölf Jahren in Neuenrade Polizist.

Für Iwan ist die Angelegenheit mit dem abendliche Aufenthalt der Jugendlichen im Schulbereich ein Erziehungsproblem. Und er glaubt dass der Hebel Bußgeld hier gut funktioniere. So könne doch der Bauhof die Reinigungsarbeiten vornehmen, die gesalzene Rechnung gehe dann an die Verursacher. Das wirke.

Auch sollte durchaus jemand Anzeige erstatten. Doch dazu komme es eben häufig nicht. Ein betroffener Anlieger habe ihm dazu gesagt, dass das doch lieber andere machen sollten. ▪ vdB

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