Kritik an der Verwaltung

Schulessen: SPD sieht viele offene Fragen

Die SPD Neuenrade möchte von der Verwaltung wissen, woher in Neuenrade das Schulessen kommen soll.
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Die SPD Neuenrade möchte von der Verwaltung wissen, woher in Neuenrade das Schulessen kommen soll.

Zu viel Fleisch, zu wenig Gemüse, Vollkornprodukte und Seefischgerichte: Die bundesweite Erhebung „Qualität der Schulverpflegung“ belege, dass die Verpflegung in den Schulen häufig nicht den Ansprüchen an eine gesunde und ausgewogene Ernährung genügt, stellt die SPD Neuenrade fest.

Deshalb wollen sich die heimischen Sozialdemokraten weiterhin für gesundes Schulessen in Neuenrade einsetzen. Unter anderem im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung am 18. Mai. Dabei haben sie besonders den Neubau und die damit verbundenen Veränderungen in der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Blick.

„Schulen sind neben dem häuslichen Umfeld der zweitwichtigste Lebensraum von Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen besuchen Ganztagsschulen oder Kindertagesstätten, verbringen damit einen großen Teil des Tages außer Haus und sind darauf angewiesen, in den Bildungseinrichtungen verlässlich mit ausgewogenen Mahlzeiten versorgt zu werden“, schreibt die SPD.

Neubau der OGS

In Neuenrade werde der Neubau der OGS für die nächsten Jahre auch die Essensversorgung bestimmen. „Hatte der Stadtrat gerade erst 75 000 Euro für eine neue Küche in der OGS zur Verfügung gestellt, ist jetzt bei der Neuplanung und für den Umbau des Gebäudes nur noch von einer Essensausgabe die Rede“, kritisieren die Sozialdemokraten.

Die Fragen der SPD, woher das Schulessen kommen soll oder welches Angebot es für die Mädchen und Jungen geben soll, seien noch nicht beantwortet worden: „Dazu gibt es bisher nur betretenes Schweigen aus dem Rathaus. Genauso gibt es keine Diskussion über nachhaltige Ernährung und regionale Produkte.“

SPD möchte für das Thema sensibilisieren

Dabei gebe es genügend gute Beispiele, wie die Qualität des Essens auch ohne sehr viel höhere Kosten verbessert werden könne. „In anderen Städten ist es gelungen, den Bio-Anteil der Lebensmittel in der öffentlichen Verpflegung deutlich zu erhöhen“, unterstreicht die SPD, die nicht nur die Eltern von Grundschulkindern für dieses Thema sensibilisieren möchte. Für Dienstag, 18. Mai, sind alle Interessierten ab 19 Uhr zu einer Zoomkonferenz eingeladen, an der zwei Expertinnen teilnehmen würden: Kirstin Gembalies-Wrobel, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW, Gruppe Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale NRW, sowie die heimische Landtagsabgeordnete Inge Blask, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Diplom-Ökotrophologin.

Die Moderation dieser Online-Veranstaltung übernimmt Bettina Lugk, Bundestagskandidatin der SPD im heimischen Wahlkreis 150. Der Zugang zur Zoomkonferenz soll Interessierten per E-Mail über info@spd-neuenrade.de ermöglich werden.

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