Bedarf steigt

Schulessen: FWG möchte Leuchtturmprojekt realisieren

Für die Essensversorgung der städtischen Schulen und Kitas möchte die FWG eine gemeinnützige GmbH unter Führung der Stadt gründen.
+
Für die Essensversorgung der städtischen Schulen und Kitas möchte die FWG eine gemeinnützige GmbH unter Führung der Stadt gründen.

Die Freie Wähler Gemeinschaft Neuenrade (FWG) fordert, die Verpflegung in Schulen und städtischen Kitas neu zu organisieren.

In einem Antrag an den Stadtrat, den die FWG jetzt bei Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) eingereicht hat, heißt es, dass im „Arbeitskreis Essensversorgung“ beraten werden solle, eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) unter Mehrheitsbeteiligung der Stadt Neuenrade zu gründen, die zentral für die Neuenrader Schulen und Kindergärten kochen solle. Ein solches Konstrukt könnte aus Sicht der Freien Wähler sinnvoller sein, als der Essenszukauf von rein wirtschaftlich geführten Betrieben.

„Durch den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen werden künftig viel mehr Essen benötigt als heute“, heißt es in dem Antrag, der vom Fraktionsvorsitzenden Bernhard Peters unterschrieben ist. Die Diskussion zum Schulessen im Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales habe gezeigt, wie komplex das Thema sei. „Ganz klar wird aber“, so Peters weiter, „gutes, schmackhaftes, gesundes und von den Eltern bezahlbares Essen, wird von Kindern, Schülern und Eltern gewünscht.“ Darüber hinaus habe ein solches Angebot auch einen hohen erzieherischen Wert für die Kinder und Schüler.

Kinder, Eltern und Verantwortliche sollen mit in den Beirat

„Sich gut und ausgewogen zu ernähren, kann hier in der Praxis geschult und ,vorgelebt’ werden“, findet die FWG. Um eine erfolgreiche und von vielen angenommene Versorgung zu gewährleisten, seien die Kinder, Schüler, Eltern sowie Schul- und Kita-Verantwortlichen in einem Beirat mit einzubeziehen. „Denn die Kinder und Schüler sollen es essen und die Eltern müssen es bezahlen. Der Charme dieser Idee liegt in der vorgesehenen Mitwirkung und der Chance, die Küche beziehungsweise Firma nach neuesten Erkenntnissen planen und bauen zu können“, so Peters.

Eine gGmbH bietet aus Sicht der FWG „die Möglichkeit für unsere Kinder und Jugendlichen, etwas Zukunftsweisendes und ganz Besonderes zu leisten“. So könne eine solche Form der Versorgung der städtischen Kitas und Schulen ein „Leuchtturmprojekt“ für die Region werden. „Auch können die Kinder und Schüler im Beirat erste demokratische Erfahrungen sammeln. Sie lernen dabei in ihrem Sinne Kompromisse zwischen den Wünschen, Interessen und Sachzwängen zu entwickeln“, heißt es in dem Antrag der Freien Wähler abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare