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Schulerweiterung: CDU und FDP wehren sich gegen Kritik der Baumfreunde

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Von: Peter von der Beck

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Über die geplante Erweiterung der Burgschule wird in Neuenrade weiterhin diskutiert.
Über die geplante Erweiterung der Burgschule wird in Neuenrade weiterhin diskutiert. © von der Beck, Peter

Der Beschluss ist ergangen, der Entwurf ist durch. Jetzt melden sich die Baumfreunde dennoch und fragen, ob sich eine Lösung zum Thema Schulerweiterung finden lässt, die den Erhalt der Bäume und der Villa – und das im Einklang mit dem pädagogischen Konzept der Schule – finden lässt.

Insbesondere machen die Baumfreunde „wenig Bereitschaft bei CDU und FDP“ aus, „sich neuen Ideen zu öffnen“.

Sie kommentieren dabei noch einmal die vergangene Ratssitzung, in der die Entscheidung nach umfassender Diskussion und Arbeitskreissitzungen gefallen ist. Noch einmal kritisieren die Baumfreunde, dass es keine Bürgerversammlung gegeben habe, noch einmal kritisieren sie den Bürgermeister, der doch für alle Bürger da sei. Höchstes Lob haben sie für Teile der Opposition – „dass die Mehrheit der Parteien (FWG, SPD, Bündnis 90) sich für den Erhalt der Bäume einsetzt und sehr engagiert ist, einen Kompromiss zu finden, welcher den Erhalt der Bäume und das pädagogische Konzept der Schule in Einklang bringt.“

CDU: Intensiv mit Alternativen befasst

„Schade“ finden sie jedoch, „dass die CDU und FDP wenig Bereitschaft zeigen, sich neuen Ideen zu öffnen“ und fragen, ob die immer größer werdenden Konsequenzen des Klimawandels in Neuenrade nicht angekommen seien. Man lehre viel über Naturschutz, doch das Ökosystem direkt vor der Schule der Tür solle zerstört werden. Ersatzpflanzungen reichten nicht, um das zu kompensieren. Gerade dort könne man ein grünes Klassenzimmer installieren und es gelte weiter nach einer Lösung zu suchen, die Bäumen und Schule gerecht werde.

CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann geht sachlich aber auch verständnisvoll mit der Kritik der Baumfreunde um: „Klimaschutz ist angekommen“. Er verwies auf den Kohlberg-Windpark und die geplante Photovoltaik-Anlage, bei der man im Grundsatz ja zugestimmt, aber eben einen alternativen Standort ins Spiel gebracht habe. Dass man sich nun in Sachen Schul-Erweiterung nicht anderen Entwürfen geöffnet habe, weist er zurück. Man habe sich vielmehr intensiv mit den Alternativen befasst, sich dann aber aus bautechnischen Gründen, die Konsequenzen für den Schulgarten gehabt hätten, anders entschieden. Die zweite Grünfläche wäre aus Sicht der Lehrer hinsichtlich der Aufsichtspflicht problematisch bewertet worden. Und das Schulgartenkonzept hätte nicht so umgesetzt werden können. Aus seiner Sicht habe es „keine praktikablen Ideen der anderen“ gegeben. Alles sei doch in den Arbeitskreisen besprochen worden, und überhaupt habe die CDU ja auch eine Aufschiebung der Entscheidung im Januar ermöglicht. Dass die Bäume sehr wertvoll seien, sei zudem unbestritten. Hantelmann verwies auch auf die Zeitschiene – es pressiere. Zudem gebe es nicht wenige Stimmen in der Bevölkerung, die auf rasche Durchführung der Ursprungspläne gedrungen hätten.

FDP: Zu einem Kompromiss gehören immer zwei Seiten

Michael Hammer, FDP-Fraktionschef weist den Vorwurf der mangelnden Bereitschaft sich neuen Ideen zu öffnen zurück. Die FDP habe versucht, den Erhalt der Bäume hinzukriegen. Man habe da hohe Kompromissbereitschaft gezeigt und eben nach Abwägung aller Fakten sich für den abgewandelten Entwurf entschieden. „Wir haben dafür gesorgt, dass darüber gesprochen wurde, wir haben für den Ausgleich durch Ersatzpflanzung älterer Bäume gesorgt. Und was die Kompromisse anbelangt, dazu gehören immer zwei Seiten“. Hammer verwies darauf, dass durch das (auf FDP-Initiative) Fortbestehen des Arbeitskreises noch reichlich Möglichkeiten für alle gebe, sich bei der Schulerweiterung einzubringen.

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