Ehemalige Schule wird therapeutisches Zentrum

Dieses Gebäude wurde an Peter Zahn verkauft. Es wird für das Gemeinschaftsprojekt mit Nina Dunker genutzt. - Foto: Jentszch

Neuenrade - Die ehemalige Schule am Semberg ist verkauft. Ein therapeutisches Zentrum für Kinder soll bald dort einziehen – so sieht es ein von Peter Zahn und Nina Dunker entwickeltes Gemeinschaftsprojekt vor, das dem Gebäude neues Leben einhauchen soll. 

Von Markus Jentzsch

Die ehemalige Schule am Semberg ist verkauft und wird in ein therapeutisches Zentrum für Kinder umgewandelt. Lange hat die Stadt Neuenrade versucht, den sanierungsbedürfigen Gebäudekomplex am Semberg zu veräußern.

Ausschließlich renditeorientierte Investoren sprach wohl nur das Gründstück an: 1423 Quadratmeter in bester Neuenrader Ortskernlage. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung wollten die Optik der ehemaligen Schule aber gerne erhalten und suchten deshalb weiter.

Peter Zahn und Nina Dunker entwickelten ein Gemeinschaftsprojekt, das dem geschichtsträchtigen Gebäude neues Leben hinter einer sanierten Schulfassade einhauchen würde. Ein therapeutisches Zentrum für Kinder schwebte den beiden Initiatoren vor. Und die Pläne sind schon erstaunlich weit geschmiedet, verriet Nina Dunker. Der Architekt klopfe lediglich noch die letzten Kleinigkeiten ab, im Herbst 2015 sollen die Arbeiten dann so weit abgeschlossen sein, dass die ersten Mieter einziehen können.

Mit Nadine Fahl und Heike Körtke werden wohl die logopädischen Praxen einziehen, die Neuenrader Zweigstelle der Frühförderstelle der Lebenshilfe Lüdenscheid hat ihr Interesse ebenfalls signalisiert. Insgesamt werden sich die rund 450 Quadratmeter Wohnfläche auf fünf oder sechs Einheiten verteilen.

„Wer Interesse hat, kann sich bei uns melden“, sagt Nina Dunker und könnte sich die Ergänzung durch eine Ergo- oder Musiktherapie-, oder eine Heilpädagogenpraxis vorstellen – „alles was im weitesten Sinn mit kindlicher Förderung zu tun hat. Alles unter einem Dach zu haben, wäre für alle Parteien ideal und würde die Koordination untereinander vereinfachen“, ergänzt sie. Sollten sich keine weiteren Praxen finden lassen, wären für die Projektplaner auch Wohnungen denkbar.

Die Lage für ein Zentrum dieser Art seien optimal. Nah am Ortszentrum, gleichzeitig ruhig und die Anbindung an den Bürgerbus ist ebenfalls gewährleistet.

„Das Objekt hat sich nicht leicht verkauft, aber jetzt sind wir froh, dass es jemand erworben hat, der die Optik erhalten will und auch noch Neuenrader ist“, sagt der Stadtkämmerer Gerhard Schumacher. Für 150.000 Euro sei das Objekt veräußert worden.

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