Das Zelt muss einiges aushalten

Markus Weber hat die Aufsicht über den Aufbau. -Foto: von der Beck

Neuenrade - Hier wird gefeiert und zwar ganz feste, deshalb muss das Zelt auch viel aushalten. Auf den Bohlenplatten wird rhythmisch gesprungen, auf den Tischen wird getanzt, hier marschieren Musikkapellen durch. So ein Schützenzelt ist ein stabiles Konstrukt. Doch im Grunde ist es eine einfach-effektive Konstruktion mit 1500 Quadratmetern Holzboden plus Plane.

Doch das Aufbauen erfordert jede Menge Muskelschmalz und handwerkliches Geschick, auch allerhand Logistik ist nötig, um das Schützenzelt an Ort und Stelle aufzubauen. Es sind Spezialisten aus Norddeutschland, die hier am Werk sind. Die Firma Böseler aus Stadtland im Landkreis Weser/Marsch hat etliche Zelte, baut sie auf und vermietet sie an den jeweiligen Festwirt. Mehrere Kolonnen sind im Einsatz. Und „pro Woche sind es 14 bis 16 Zelte“, die von dem Unternehmen aufgebaut würden, schätzt Markus Weber, der als Zeltrichtmeister und Vorarbeiter in Neuenrade im Einsatz ist. Ein halbes Dutzend Mitarbeiter bauten die Feier-Stätte in gut zwei Tagen auf. Seit gestern Abend steht es auf dem Schulhof der Burgschule, füllt dort gut zwei Drittel des Platzes aus.

Um das Material anzuliefern waren drei Lastwagen nebst Anhänger nötig, eine Zugmaschine mit Transportkran blieb vor Ort, um die Spezialisten mit Maschinenkraft zu unterstützen.

Der Zeltboden sei ein sogenannter Schwerlastboden. 60 große Platten würden verlegt, erläutert Weber. Der Boden ruht auf einer Konstruktion, die durch simple Holzklötze gestützt wird. Auch für die Inneneinrichtung sorgt Böseler. Und so gibt es in Neuenrade natürlich auch jene Schützenzeltklappholzstühle, die gefühlt in jedem Sauerländer Schützenzelt zu finden sind. 910 Sitzplätze gibt es. Die Klappstühle werden in Rahmenkonstruktionen gelagert und können so prima transportiert werden. Auch die Biertische werden gestapelt geliefert.

Flott sind die Profis jedenfalls mit dem Aufbau: Am Mittwochnachmittag war die Kolonne schon mit dem „Innenausbau“ befasst. Es galt noch die Girlanden aufzuhängen, die gewaltigen Kronleuchter und natürlich die Thekenbereiche aufzustellen.

Klare Sache, dass der Zeltwirt dann noch die Abnahme vornehmen musste – erst dann war der Job von Vorarbeiter Markus Weber und Co erledigt. Aber bereits am Dienstag wird er wohl dort wieder im Einsatz sein. -

 Von Peter von der Beck

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