Schützenfest bringt umsatzstarke Tage

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„Ari“ freut sich schon wieder auf das bevorstehende Schützenfest. Die Ahorn-Klause ist ein Publikumsmagnet.

Neuenrade - An den Schützenfesttagen strömen die Menschen, die Freunde des grün-weißen Kultes in Richtung des Zeltes, der Fahrgeschäfte und „Fressbuden“. Es riecht nach Umsatz, wenn das Bier im Akkord gezapft wird und die Besucher ihre Geldbörsen für die eine oder andere Leckerei zücken. Aber profitieren auch andere von diesen wilden Tagen? Ist das Schützenfest auch für die Gastronomen und die Hoteliers in der näheren Umgebung ein gutes Geschäft?

Die Antworten fallen ganz unterschiedlich aus und Heinz Friedriszik, Geschäftsführer des historischen Gasthofes Im Kohl bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Je weiter man vom Platz entfernt ist, um so geringer ist der Effekt“. An seinem Gasthof sei die Grenze, weiter weg würden man wohl keinen positiven Effekt mehr spüren, meint er. Selbst für Engelbert Groke, dessen Hotel Restaurant Kaisergarten nur einen Steinwurf entfernt und damit in Sichtweite des Zentrums des Spektakels liegt, halten sich die Auswirkungen in engen Grenzen. Zusätzliche Hotelgäste, Auswärtige, die sich im Kaisergarten für einen Besuch des Festes einquartieren würden, sind wohl eine nicht nennenswerte Ausnahme. Dafür ist Engelbert Groke in diesem Jahr für die Bewirtung der Musiker zuständig. Die Gerlinger, das Booster-Ensemble und die Musiker aus Küntrop werden sich während der Festtage im Kaisergarten stärken. Außerdem fand die Medaillenvergabe im Anschluss an das Eintrommeln in seinem Saal statt. Mitglied im Verein ist Groke ebenfalls und schaut natürlich auch mal im Zelt vorbei.

Für kurze Zeit herrscht im Kohl verstärkter Trubel, wenn die Kompanie in der Nachbarschaft antritt, erklärt Friedriszik. Anpassungen des Angebots nimmt der Betreiber nicht vor. Keine grün-weißen Cocktails an Schützenfest, lautet seine Antwort. Aber die Öffnungszeiten werden angepasst.

Eine völlig andere Bedeutung hat das Schützenfest für „Ari“, den Inhaber der Ahorn-Klause. Als die umsatzstärksten fließen die Schützenfesttage in seine Bilanz ein. Er richtet sein Unternehmen gezielt nach der Kundschaft aus. Natürlich sei der Erfolg immer stark vom Wetter abhängig. Aber sein Biergarten, in dem rund 100 Gäste gemütlich trinken und essen könnten, und der eigene Bierwagen seien traditionelle Treffpunkte für die Festbesucher. Selbst Regenten schauten gerne bei „ihrem Ari“ vorbei, wenn sie das Zelt verlassen hätten. „Hier stimmt die Atmosphäre“, begründet „Ari“ die magnetische Wirkung der Ahorn-Klause.

Von Markus Jentzsch

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