Schützen der Unterstadt feiern ihre große Party

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Das Mitmachlied von Hannes aus der Knopffabrik gefiel nicht nur den Kindern.

NEUENRADE ▪ An die Messlatte, die die Neuenrader Schützen der Unterstadt vor einem Jahr mit ihrer Show der Könige des Rock und Pop selbst ein ganzes Stück höher gelegt hatten, galt es am Samstagabend im Kaisergarten mindestens heranzureichen.

Big Business lautete diesmal das Motto des Kompaniefestes, das als Gerüst für das zweistündige Unterhaltungsprogramm diente. Dabei war Kompaniechef Ralf Magiera an einen Abzocker geraten, der die Schützengesellschaft in die Moderne katapultieren wollte – natürlich ganz uneigennützig aber mit einer Fülle verrückter und damit unterhaltsamer Ideen. Aus der Abteilung der Jungschützen wollte er zum Beispiel gerne eine schnelle Eingreiftruppe mit anonymen Söldnern machen, konnte Gewehrsektions-Hauptmann Marten Schumacher von diesem Konzept aber nicht überzeugen.

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Kompaniefest der Schützen der Unterstadt

Die Schützen der Unterstadt hatten sich für ihr Programm abermals mächtig ins Zeug gelegt. Facettenreich und amüsant, gespickt mit einer Fülle an Insider-Anekdoten, präsentierte sich die Show, die die Teenies mit einem Tanz mit Michael Jackson eröffneten.

Der Programmpunkt „Szenen einer Proklamation“ deckte die Umstände der Krönung des amtierenden Königs Olaf Neumann gnadenlos auf. Janin Neumann nahm es gelassen.

Ein Mitmachlied, das völlig ohne Animation auskam, stellten Kristin Gembalczyk, Miriam Pump, Carina Gerigk und Nina Rohrbach vor. „Ich heiße Hannes, hab ‘ne Frau und vier Kinder und ich arbeite in einer Knopffabrik. Eines Tages kommt mein Chef und sagt ‚Hey Hannes, haste Zeit?‘“, begann der simple Text. Die Frage des Chefs konnte spätestens nach der zweiten Runde jeder im Saal mit einem lauten „Jo“ beantworten – und dann drehten vor allem die Kinder in der ersten Reihe fleißig Knöpfe, mit beiden Händen, Füßen und am Ende des Liedes sogar mit der Zunge. Bereits die Kostümierung der vier Damen sorgte für heitere Stimmung, das Kinderlied passte perfekt dazu.

Sportlich ging es dann bei der Inszenierung der deutschen Fußballgeschichte zu, die so manches Weltmeisterschaftsspiel in Erinnerung rief – Rahns Treffer zum 3:2-Final-Sieg gegen die Ungarn 1954 eingeschlossen. Es schien fast als wäre man live dabei, so nah am Original waren Klaus Filter und seine Mitstreiter.

Wie viele Vogelhäuschen ein Rentner so baut, wenn ihm langweilig ist, deckte Heinz Schumacher auf. Spätestens als die Vögel meinten „28! Es reicht“ war für den rüstigen Rentner klar, dass sich etwas ändern muss. Wie sich das Leben verändert, wenn der Arbeitsalltag hinter einem liegt, überrascht und hält so manche lustige Szene parat. Schumacher hatte sichtlich Mühe, in seiner Rolle ernst zu bleiben – ein eindeutiges Indiz für einen äußerst amüsanten Programmpunkt. Dabei ließ er keine intimen Details aus, gestattete sogar Einblicke in sein Sexleben.

Zum großen Finale bildeten die Wildecker Herzbuben den musikalischen Rahmen, gespielt von Holger Schlotmann und Marc Iffland. Während alle Beteiligten nochmals auf die Bühne traten, setzten die Buben ihrem Chef Ralf Magiera die Krone auf – ein würdiger Abschluss des Programms. ▪ maj

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