Verhandlungen mit Investoren laufen an

Blick auf Neuenrade: Hier, mitten in der Stadt, residiert Schürmann & Hillecke.

NEUENRADE ▪ Es geht weiter mit dem Traditionsunternehmen Schürmann & Hilleke in Neuenrade. Und die Zukunftsaussichten scheinen sehr gut. Das zeigt auch die große Zahl an Investoren. Rund 30 mögliche Geldgeber sind es laut Geschäftsführer Stefan Hilleke, die in allen Spielarten Interesse an Schürmann & Hilleke haben.

Die Gruppe hatte am 1. Juni Insolvenz angemeldet. Das Ziel, die Kunden weiter zu beliefern, wurde dank der Mitarbeiter aber auch dank der Kooperation der Zulieferer erreicht worden. „Soweit noch Rückstände bei den Aufträgen bestehen, werden diese in den nächsten Wochen weiter abgebaut“, schreibt die Geschäftsleitung. Zudem konnte auch mit Hilfe des Insolvenzverwalters in vielen Gesprächen mit Kunden genügend Vertrauen aufgebaut werden. „Die Tatsache, dass trotz der Bekanntmachung der vorläufigen Insolvenz Aufträge für Neuteile, teilweise auch aus dem Bereich Automotive, gekommen seien, zeige, dass diese Kunden darauf vertrauten, auch zukünftig durch Schürmann & Hilleke beliefert zu werden.

Ein Sanierungskonzept sei mit Hilfe einer Beraterfirma verbessert worden und soll in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Hilleke, aber auch Insolvenzverwalter Martin Buchheister schreiben: Der Neustart mit einem Investor werde so in eine optimale Ausgangslage versetzt.

Ohne Opfer geht es aber nicht. Und man hätte es ahnen können: „Der damit verbundene unumgängliche geringe Personalabbau in allen Betrieben wird soweit wie möglich sozial verträglich gestaltet“. Ein Sozialplan werde erstellt. Zehn oder elf Mitarbeiter des Bereiches Umformtechnik würden ein Angebot erhalten, zudem werde ein Transfergesellschaft gegründet. In den anderen Betrieben der Gruppe gebe es einige wenige, die betroffen seien.

Demzufolge wird das Insolvenzverfahren Ende Juli/Anfang August beim Amtsgericht in Hagen eröffnet und der Betrieb auch danach fortgeführt. Das Insolvenzverfahren habe in den vergangenen acht Wochen dafür gesorgt, dass der Betrieb „auf eine solide Grundlage gestellt werden konnte“, so dass die Verhandlungen mit Investoren in den nächsten Monaten in Angriff genommen würden.

Im Rahmen einer Pressemitteilung heißt es: „Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter sind zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten der richtige Investor gefunden wird, der die Betriebe in gleichem Umfang erhalten wird“.

Die Geschäftsführung von Schürmann & Hilleke aber auch der Insolvenzverwalter danken allen, die in der Anfangsphase ihren Beitrag geleistet haben. Und dazu gehöre auch die Belegschaft.

Von Peter von der Beck

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