Drei Wochen Berufsleben

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Ebru Yilmaz, Federica Wrobel und Celina Yilmaz mit Irmgard Löper im Evangelischen Altenzentrum. ▪

NEUENRADE ▪ Soll ich einen handwerklichen Beruf ergreifen? Oder liegt mir eher der soziale Bereich? Und möchte ich erstmal weiter zur Schule gehen oder direkt eine Ausbildung beginnen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich alle Schüler, wenn es auf das Ende ihrer Schulzeit zugeht. Die Schüler der Hauptschule Neuenrade hatten in einem dreiwöchigen Praktikum Gelegenheit, in einen Beruf hineinzuschnuppern.

Ebru Yilmaz, Federica Wrobel und Celina Yilmaz aus der zehnten Klasse helfen in ihrer Praktikumszeit im Sozialdienst des Evangelischen Altenzentrums. „Wir verbringen Zeit mit den Bewohnern“, erzählt Ebru. „Wir unterhalten uns mit ihnen, spielen, lesen etwas vor.“

Celina kennt den Beruf schon von zuhause: „Meine Mutter ist auch Altenpflegerin. Deshalb hat mich interessiert, wie das hier abläuft.“ Auch Federica hat schon Erfahrung in der Arbeit mit Senioren. „Ich habe in München ein Pflegepraktikum gemacht“, erzählt sie. Der Sozialdienst liege ihr aber mehr, sagt die 15-Jährige. Auch die 16-jährige Ebru kann sich vorstellen, später in einem Altenzentrum zu arbeiten. Den Umgang mit den Senioren musste sie aber erst lernen: „Zuerst war ich sehr schüchtern“, sagt sie. „Die Bewohner waren aber gleich ganz nett und offen.“

Dan Luca Schlagner zieht es in eine ganz andere Richtung: Er hat die letzten drei Praktikumswochen im Malerbetrieb von Uwe Knips verbracht. Viel lernen musste der 15-Jährige nicht mehr: „Ich habe auch schon vorher viel handwerklich gemacht und hatte viele Ferienjobs.“ Dass er nach der Schule sofort in die Ausbildung gehen möchte, steht für ihn fest – am liebsten in Neuenrade oder Umgebung.

Auch Steven Schneider kann es kaum erwarten, eine Ausbildung zu beginnen. Sein Praktikum in der Schreinerei des Hagebaumarktes war zwar sehr anstrengend, so der 16-Jährige, hat ihm aber viel Spaß gemacht. „Die Zeit ging so schnell rum, ich würde lieber noch hierbleiben“, sagt Steven. Er hätte gern schon für den nächsten Sommer einen handwerklichen Ausbildungsplatz. Nur wenn das nicht klappt, möchte er noch die zehnte Klasse besuchen.

Arno Bommersbach freut sich, dass das Praktikum so ein Erfolg war. Oft sei es in der Vergangenheit der Einstieg zu einer Ausbildung gewesen. „Wir haben in den letzten 30 Jahren viele gute Leute in die Betriebe gebracht, die jetzt auch zufrieden sind“, sagt der Hauptschullehrer. ▪ Constanze Raidt

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