Gemeinschaftsschule: Mehr Anmeldungen als nötig

Beliebt: Die Gemeinschaftsschule Neuenrade. - Foto: Archiv

Neuenrade - Keine Probleme, die erforderliche Anzahl von 75 Schülern für den Fünftklässlerjahrgang zu erreichen, hat man an der Neuenrader Gemeinschaftsschule. 79 Anmeldungen gab es jetzt, vier Schülern/Schülerinnen musste daher abgesagt werden.

Die Absagen betrafen allerdings keine Neuenrader, sondern Kinder aus Balve und Werdohl, die sich auch an der Schule angemeldet hatten. Doch die Schulleitung muss Anmeldungen aus Neuenrade vorziehen. 75 Anmeldungen von Neuenrader Kindern – somit blieb der Schulleitung auch das komplizierte Losverfahren erspart, welches bei Überzahl im Rahmen von strengen Vorschriften zur Anwendung kommt.

Was den Schülermix der neuen Fünfergeneration anbelangt, so ist Schulleiterin Astrid Wagner-Tillmann zufrieden. Rund 30 der neuen Schülerinnen und Schüler haben einen recht guten, 30 einen guten bis befriedigenden Notendurchschnitt, die übrigen liegen darunter. „Dieses Mischungsverhältnis ist optimal“, sagte die Schulleiterin. Einziges Manko: Es gibt wieder einen Jungenüberhang. Und den habe man auch schon im Vorjahr gehabt, sagte Wagner-Tillmann mit durchaus bedauerndem Unterton.

Wie dem auch sei: Die Schule wächst und gedeiht und mit der neuen Schülergeneration wird es ab Schuljahr 2015/2016 auch wieder ein gutes halbes Dutzend neue Lehrerinnen und Lehrer geben. Gut zweieinhalb Jahre dauert es noch, dann wird die Erstgeneration der Gemeinschaftsschüler die Schule verlassen, entweder gleich in das Berufsleben einsteigen, sich schulfachlich am Berufskolleg weiter in eine Richtung orientieren oder eben zum Burggymnasium Altena (BGA) gehen, um dort Abitur zu machen. Mit dem BGA bestünden intensive Beziehungen, sagte Wagner-Tillmann. Man tausche sich im Rahmen von gemeinsamen Lehrerkonferenzen aus und kooperiere intensiv. So unterrichte der Lateinlehrer vom BGA, Thomas Linnemann, auch an der Gemeinschaftsschule.

Ein spezielles Ereignis steht der Schule noch ins Haus: Die Qualitätsanalyse. Experten aus Arnsberg werden die Gemeinschaftsschule unter die Lupe nehmen, reichlich Unterrichtsproben ziehen. Wagner-Tillmann: „Das ist nichts, was uns bedroht“. Im Gegenteil – auf diese Art und Weise erfahre das Kollegium, wo es stehe, was man gegebenenfalls an der Konzeption ändern müsse. „Wir sehen das als Chance“, betonte die Schulleiterin.

- Von Peter von der Beck

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