Schüler der Gemeinschaftschule mit der Qual der Wahl

+
Die Schüler der Gemeinschaftsschule können aus einer umfangreichen Angebot von Arbeitsgemeinschaften wählen. Darunter ist auch die Hauswirtschafts-AG.

NEUENRADE -  „Los!“, ruft Sportlehrer Janosch Eckert und aktiviert seine Stoppuhr. Schüler Jonas Klaucke spurtet los, klettert über eine aufgerichtete Matte, springt über mehrere Holzkisten und rennt ins Ziel. „Zehn Sekunden!“, ruft Sportlehrer Eckert. Er betreut die „Parcour“-AG. Parcour ist eine moderne Form des Hindernislaufs und erfordert viel Geschick und Körperbeherrschung. Ehrgeizig und unter Anfeuerungsrufen ihrer Mitschüler versuchen die 15 Jugendlichen nacheinander die Bestzeiten zu unterbieten.

Die Parcour-AG ist teil des Arbeitsgemeinschaftsprogramm der Gemeinschaftschule Neuenrade. Mit dem neuen Schuljahr beginnen auch neue Arbeitsgemeinschaften (AGs). Je Schulhalbjahr dürfen die Kinder der Stufen 5 und 6 zwei verschiedene AGs wählen. Ob sie diese belegen dürfen, hängt vor allem von ihren bisherigen Wahlen ab. „Wir achten darauf, dass die Schüler Arbeitsgemeinschaften aus unterschiedlichen Bereichen belegen, etwa denen der Kunst, des Sports oder der Hauswirtschaft“, erklärt die Schulleiterin Astrid Tillmann im Gespräch mit unserer Zeitung. So würde gewährleistet, dass die Kinder auch Neues erfahren. „Die Schüler sollen entdecken, welche Interessen sie haben, wo ihre Stärken liegen, und was ihnen Spaß macht“, ergänzt der stellvertretende Schulleiter Holger Bieda.

Zum Angebot der Schule gehört auch die Theater-AG von Lehrerin Selma Hentschel, die in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiter Thorben Schürmann die Jugendlichen in ihrem Schauspielprojekt unterstützt. Die Thematik ihres Stückes durften die Schüler selbst wählen. Ganz im Zeitgeist der Jugendliteratur handelt es von der Feindschaft zwischen Werwölfen und Vampiren, aber auch von Freundschaft und Zusammenhalt. „Verbotene Liebe“ nennen die Jugendlichen ihr Drama. „Eigentlich ist es eine Liebesgeschichte, die aber in Krieg ausartet“, erklärt Schüler Lucas Schnabel.

Geschäftig geht es in der schuleigenen Küche zu. Während die ersten Schüler ihren Kuchen bereits in den Ofen geschoben haben, und ein süßer Duft durch die Küche zieht, belegen andere noch sorgfältig ihren Teigrohling mit Mandarinenscheibchen.

„Die Kuchen werden hinterher direkt gegessen, oder können auch mit nach Hause genommen werden“, erläutert Lehrerin Anna Ellenbeck den Ablauf. Natürlich müsse auch noch Zeit für die Reinigung der Küche eingerechnet werden. Dass Jungen weniger Lust auf Kochen und Backen haben, kann sie nicht bestätigen: „Dieses Mal sind zwar nur zwei Jungen in der AG, dafür sind die aber mit Feuereifer dabei.“

Von Sebastian Berndt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare