Schreckensszenario auf dem Küntroper Flugplatz

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Die Feuerwehr rettete die Opfer aus dem Hangar, die Johanniter versorgten sie danach medizinisch.

KÜNTROP/GARBECK ▪ „Ich brauche mehr Rettungsdecken“, schreit eine Sanitäterin, während Feuerwehrleute unter Atemschutz immer neue Verletzte aus dem verqualmten Hangar des Küntroper Flugplatzes tragen. 19 zum Teil schwer verletzte Jugendliche und drei Tote werden geborgen. „MANV“ – Massenanfall von Verletzten – sagen die Experten zu so einem Schreckensszenario, wie es am Samstagnachmittag simuliert wurde.

„Unklare Rauchentwicklung“ stand auf den Meldeempfängern des Löschzugs Garbeck. Die Helfer wussten nicht, dass es sich um eine Übung handelte. Auch die Johanniter, die aus Altena, Iserlohn und Lüdenscheid zur Versorgung der vielen Opfer angefordert wurden, traf die Übung überraschend – realistische Bedingungen.

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Großübung auf dem  Flugplatz in Küntrop

Ein Flugzeug war beim Start abgestürzt. Vor und in der Flugzeughalle befanden sich Opfer. Eine Johanniter-Jugendgruppe aus Essen war perfekt auf ihren Einsatz vorbereitet worden. Schminke sorgte für blutende Wunden und blaue Flecken. Mit viel schauspielerischem Talent hielten die Akteure die Einsatzkräfte in Atem.

„Sinn der Übung ist es, Struktur in einen solchen Einsatz zu bekommen“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Manuel Schmitz. Und das gelang offenbar. „Zwei Stunden nach Alarmierung war die Lage abgearbeitet“, resümierte Jens Oliver Branscheid, Kreisbereitschaftsführer der Johanniter, bei der Besprechung der 75 Beteiligten im zügig eingerichteten Krankenhaus „Am Hönnequell“. „Das ist eine positive Überraschung. Wir haben unsere Einsatzfähigkeit bewiesen.“ Die Johanniter hatten sich die Übung ausgedacht. „Es  war gut, dass ihr uns mit ins Boot geholt habt“, bedankte sich Löschzugführer Ernst-Rainer Schulte. Joachim Kneer, Vorsitzender des Luftsportvereins: „Es war beruhigend, zu sehen, dass die Helfer so schnell vor Ort sind und wissen, was sie tun.“ ▪ acn

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