Zweistellige Summe

Schnelltests bald kostenpflichtig: Ifam äußert erste Preisvorstellung

Das Institut für Arbeitsmedizin (Ifam) in Küntrop. Wenn die Testzentren in Werdohl und Plettenberg wirtschaftlich nicht mehr betrieben werden können, wird es in Küntrop Möglichkeiten geben.
+
Das Institut für Arbeitsmedizin (Ifam) in Küntrop. Wenn die Testzentren in Werdohl und Plettenberg wirtschaftlich nicht mehr betrieben werden können, wird es in Küntrop Möglichkeiten geben.

„Wir werden auch zukünftig Corona-Tests für die Menschen anbieten, die sich nicht impfen lassen können oder das nicht möchten“, sagt Moritz Marl, Geschäftsführer der Ifam-GmbH, die ihren Sitz am Gevener Weg im Neuenrader Ortsteil Küntrop hat. Er hat bereits eine konkrete Preisvorstellung.

Neuenrade/Werdohl – Auch wenn es ab dem 11. Oktober keine kostenfreien Bürgertests mehr gibt, bleiben die Ifam-Testzentren am Riesei in Werdohl und am Erlebnisbad Aquamagis in Plettenberg weiterhin geöffnet. An den Öffnungszeiten soll sich ebenfalls vorerst nichts ändern.

Wie lange das so bleiben wird, kann Marl aber nicht vorhersagen. „Wir werden natürlich ganz akribisch hinschauen, wie sich die Lage entwickelt“, weist er darauf hin, dass sich ein freier Wirtschaftsbetrieb ein Zuschuss-Geschäft auf Dauer nicht erlauben könne. Schon jetzt sei die Zahl der Menschen, die sich testen lassen möchten, stark rückläufig.

Ob sich das demnächst ändert, wenn in Nordrhein-Westfalen die Herbstferien beginnen und auch Ungeimpfte in den Urlaub starten möchten, müsse man ebenso abwarten, wie die darauf folgende Entwicklung. Das könne einfach niemand absehen. „Fest steht: wenn irgendwann nur noch zehn Leute täglich zum Testen kommen, dann lohnt es sich nicht mehr.“

Doch auch in diesem Fall werde es wohl weiterhin eine Testmöglichkeit durch das Ifam-Team geben. „Wir könnten uns vorstellen, das Angebot dann wieder nach Neuenrade zu verlagern“, erklärt der Geschäftsführer des Unternehmens. Am Gevener Weg hatte das Institut für Arbeitsmedizin im vergangenen Jahr die ersten Tests angeboten. Aus Platz- und Kapazitätsgründen waren mit Blick auf das dynamische Infektionsgeschehen schließlich die Testzentren in den Nachbarstädten Werdohl und Plettenberg entstanden.

Inzwischen kann Moritz Marl auch sagen, wie viel ein Corona-Test die Selbstzahler ab dem 11. Oktober kosten wird: Ein Schnelltest soll zum Preis von 15 Euro zu haben sein, eine Barzahlung werde wohl nicht möglich sein. Zum Vergleich: Als 2020 die ersten Schnelltests auf den Markt kamen, kosteten diese noch 40 Euro.

Ein regulärer PCR-Test kostet 49 Euro. „Dabei wird es wohl bleiben“, sagt Marl, denn die Zahl der Personen, die dieses Angebot privat in Anspruch nehmen, sei sehr überschaubar. Auch die Kosten für den PCR-Reisetest – dieser beinhalte die entsprechenden Dokumente – sollen voraussichtlich nicht steigen: 75 Euro werden dafür fällig. „Den PCR-Test führen wir auch nicht selbst durch“, so Marl. Die entsprechenden Abstriche werden wie bislang auch an das Lüdenscheider Labor Wahl weitergegeben. „Beim PCR-Test sind wir nur Dienstleister.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare