Corona-Schutzimpfung

Schneller geimpft als Wahlhelfer: Neuenrader fragen nach

Auch bei der Bundestagswahl im September werden in den heimischen Kommunen wieder Wahlhelfer gebraucht. Wer dieses Amt übernimmt, rückt bei den Corona-Schutzimpfungen in die Priorisierungsgruppe drei.
+
Auch bei der Bundestagswahl im September werden in den heimischen Kommunen wieder Wahlhelfer gebraucht. Wer dieses Amt übernimmt, rückt bei den Corona-Schutzimpfungen in die Priorisierungsgruppe drei.

Viele Neuenrader und Werdohler hoffen darauf, möglichst schnell eine Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Doch noch gibt es eine Impfpriorisierung, die voraussichtlich im Juni von der Bundesregierung aufgehoben werden soll.

Bis es so weit ist, werden die Menschen in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die Impfreihenfolge in vier Gruppen eingeteilt. Wahlhelfern hat die Bundesregierung nun allerdings den Aufstieg in die Priorisierungsgruppe 3 versprochen.

Das ist bei einigen ehrenamtlichen Wahlhelfern in Neuenrade bereits angekommen. „Es gab zwei oder drei Anrufe von Personen, die sich regelmäßig als Wahlhelfer zur Verfügung stellen und das auch für die Bundestagswahl geplant hatten. Sie wollten wissen, wie sie sich nun vorzeitig impfen lassen können“, berichtet Jörg Wende, der sich im Hauptamt der Stadt Neuenrade unter anderem mit dem Bereich Wahlen beschäftigt.

Infos des Ministeriums fehlen noch

Da im Rathaus bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen vorlagen, nahm die Verwaltung Kontakt mit den Verantwortlichen des Impfzentrums des Märkischen Kreises auf. Doch eine befriedigende Antwort konnte man Jörg Wende auch dort nicht geben: „Es hieß, dass noch keine Handlungsanweisungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vorliegen würden. Wir sollten uns noch gedulden.“

Die Ansprechpartnerin im Impfzentrum habe erklärt, dass die Impfpriorisierung ohnehin im kommenden Monat aufgehoben werde. „Man gehe davon aus, ab Juni allen Bürgern ein Impfangebot machen zu können. Dann habe sich das mit der Priorisierung ja ohnehin erledigt“, erfuhr Wende. Weiter bringt ihn diese Auskunft natürlich nicht – und auch potenzielle Wahlhelfer können mit dieser Prognose nichts anfangen.

Einladungen werden zeitnah verschickt

Allerdings seien in Neuenrade bisher auch noch keine Wahlhelfer offiziell einberufen worden. „Die Einladungen gehen voraussichtliche in der kommenden Woche raus“, berichtet Wende. In Neuenrade würden insgesamt 137 Wahlhelfer benötigt. „25 davon sind Rathausbedienstete“, erklärt der Verwaltungsmitarbeiter, dem es wichtig ist, Nachwuchs für die Wahllokale zu gewinnen. „Wir wollen auch junge Leute für das Wahlgeschäft begeistern.“ In den vergangenen Jahren sei das auch schon gelungen. „Sie sollen regelmäßig, aber nicht jedes Jahr angeschrieben werden, damit sie nicht die Lust verlieren“, schildert Jörg Wende, dass man in Neuenrade versuche, eine möglichst breite Basis zu schaffen.

Der Verwaltungsmitarbeiter weist in diesem Zusammenhang auch auf das Erfrischungsgeld hin: Wahlvorstände erhalten für ihren Einsatz am Wahltag 40 Euro, alle anderen Wahlhelfer 30 Euro.

In Werdohl bisher keine Anfragen

In Werdohl habe es bisher keine Anfragen bezüglich einer Impf-Bevorzugung der Wahlhelfer gegeben. „Allerdings sind wir auch noch mit der Einberufung beschäftigt“, stellt Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel fest. Etwa 130 Wahlhelfer kämen im Rahmen der Bundestagswahl am 26. September zum Einsatz. „Darunter sind Mitarbeiter des Rathauses und Kommunalpolitiker und die Bürger, die wir anschreiben“, erklärt Mentzel. „Wir bemühen uns, immer andere auszuwählen.“ Eine Ersatzliste sei immer sinnvoll: „Manchmal werden in der Woche vor der Wahl noch Helfer krank, deshalb sind wir froh, wenn wir wissen, wer kurzfristig einspringen würde.“

Im Balver Rathaus konnte die Anfrage der Redaktion bezüglich der Wahlhelfer nicht zeitnah beantwortet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare