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Schnelle Corona-Tests für jedermann: Diese Firma macht es möglich

Corona-Schnelltests sind nach Terminabsprache ab sofort bei der Ifam GmbH in Neuenrade möglich.
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Corona-Schnelltests sind nach Terminabsprache ab sofort bei der Ifam GmbH in Neuenrade möglich.

Einen Corona-Schnelltest bietet die Ifam GmbH mit Sitz in Neuenrade nun Firmen, aber auch Privatleuten ab sofort an. Am Gevener Weg 38 hat das Institut für Arbeitsmedizin eine Teststation aufgebaut.

Geschäftsführer Moritz Marl bietet diese Möglichkeit, um zum Beispiel in Firmen „wieder Ruhe reinzubringen“, wo Menschen zusammen arbeiten müssen und bei einem Mitarbeiter der Verdacht auf Corona besteht. Bei derartigen Sorgen sei der Schnelltest gut geeignet. Auch können positiv getestete Personen ihre Quarantänezeit mit einem negativen Test von 14 auf zehn Tage verkürzen. Man könne sich sozusagen „freitesten“.

Warum man dann immer noch zehn Tage unter Quarantäne bleiben müsse, konnte Marl nicht beantworten. Da müsse man Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schon persönlich fragen. Insgesamt bewertete Marl aber dessen Handling als gut, doch stoße man an Kapazitätsgrenzen. So habe man die Beantwortung der Frage, wer den Schnelltest durchführen dürfe, in drei Wochen gleich dreimal geändert.

Test kostet 40 Euro

Bei Ifam ist der Test jetzt möglich. Das Institut bietet auch Privatleuten diese Option, um beispielsweise den Besuch von Angehörigen zum Weihnachtsfest zu realisieren. Zu 96 Prozent sei der Test sicher und gelte für 24 Stunden, sagte Marl auf Nachfrage. 40 Euro koste ein Test.

In dieses, mit einer Flüssigkeit gefüllten Röhre, kommt das Wattestäbchen hinein.

Den „SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test“ der Firma Roche durchzuführen ist tatsächlich schnell erledigt. Der Proband sollte dabei allerdings mithelfen. Dazu muss er an ein Fenster treten. Dort überreicht in diesem Fall MTA (Medizinisch Technische Assistentin) Frauke Marl, eingepackt in Plastikfolie, mit medizinischem Mundschutz und Acrylglasvisier ausgerüstet, der Testperson den Stab. Den gilt es vorsichtig ins rechte oder linke Nasenloch einzuführen – „bis die Tränen kommen“. Dann muss der Stab, sobald er an die Nasenrückwand angestoßen ist, mehrfach vorsichtig gedreht werden. Damit wird mögliche Virussubstanz auf die Wattespitze des Stäbchens aufgetragen.

Schleimhaut wird gereizt, Tränen treten aus

Tatsächlich treten bei diesem Vorgang Tränen aus. Aber nicht vor Schmerz, sondern eher reflexartig, weil die Schleimhaut gereizt wird. Dass auch die Nasenrückwand getroffen wird ist wichtig. Die MTA nimmt anschließend das Stäbchen entgegen, führt es in eine mit Flüssigkeit gefülltes Röhrchen ein, schüttelt und dreht das Röhrchen und träufelt dann drei Tropfen auf das Testfeld eines kleinen Gerätes, das einem Schwangerschaftstest nicht unähnlich ist.

Erleichterung: Kein Corona. Dieser Corona-Schnelltest im Selbstversuch bei der Ifam GmbH in Neuenrade fällt negativ aus. Ab sofort können sich hier auch Privatpersonen testen lassen.

Erscheint nach ein paar Minuten auf der oberen Markierung ein Streifen, ist alles gut – der Test ist negativ ausgefallen. Ist der Streifen an der unteren Markierung, ist man positiv. In diesem Fall ist Ifam verpflichtet, das Gesundheitsamt zu kontaktieren. Der Getestete muss sich nach Hause in Quarantäne begeben. Eine Bescheinigung gibt es in jedem Fall. Durchgeführt werden die Tests nur mit Termin. Mitarbeiter des Instituts fahren aber auch zu Firmen raus, um dort zu testen.

Ifam GmbH gehört zur Prange-Gruppe

Wie Geschäftsführer Moritz Marl erläuterte, gehöre die Ifam GmbH (sechs Beschäftigte, darunter drei Ärzte und drei medizinische Fachkräfte) zur Prange-Gruppe, die sich mit Unternehmensberatung, aber auch Beteiligungen befasst. Zur Beteiligungs-AG gehören 60 Firmen jeglicher Couleur, darunter eine Gießerei und eben auch Firmen aus der Pharmaindustrie. Von diesen Firmen stammen auch die Schnelltests. „Die wollten wir eben auch anbieten.“

Hintergrund sei aber auch, dass auf Wunsch von Firmenpatriarch Otto Prange diese Aktion Baustein eines größeren Projektes sei, die Gesundheitsbranche in der Region zu stabilisieren, die medizinische Versorgung auf diese Weise sicherzustellen.

Kontakt: Telefon: 02394/2739930.

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