Überraschender Konsens

Entwurf wird erneut überarbeitet: So soll der Schmerbeck-Platz nun aussehen

Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll mit Hilfe der Bürger umgestaltet werden.
+
Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll mit Hilfe der Bürger umgestaltet werden.

Das Konzept für die Umgestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes steht im Prinzip. Jetzt fehlen noch eine Umarbeitung und ein Ratsbeschluss.

Neuenrade Überraschenderweise und auf den letzten Metern bestand Konsens darüber, das Graf-Engelbert-Denkmal, das bisher den Platz dominiert, an anderer Stelle unterzubringen (wir berichteten).

Nachdem der grobe Entwurf noch einmal in der Öffentlichkeit auf allen Kanälen zur Diskussion gestellt worden war, präsentierte das Planungsbüro Bünermann gemeinsam mit Quartiermanager David Knospe den anschließend überarbeiteten Entwurf in dieser Woche im Bauausschuss. Gut 60 Ideen, Kritikpunkte und Anregungen mit Substanz hatte es gegeben.

Im Vorfeld waren zudem Anwohner und Gastronomen angesprochen worden, ansässige Vereine wie die Altstadtgemeinschaft waren involviert, Marktbesucher hatten die Möglichkeit ein Statement abzugeben – sodass am Ende ein durchaus breites Meinungsspektrum trotz der Pandemieeinschränkungen abgefragt werden konnte.

Die lebensnahen Entwürfe des Planungsbüros mit Hinweisen auf Gestaltungsoptionen und Beispielen aus anderen Städten rundeten die Präsentation ab.

Knospe bewertete die Kommentare: „Das Echo auf den Entwurf war unterm Strich sehr positiv.“ Vielfältig seien auch die Vorschläge gewesen: Erweiterung der Begrünung, mehr Spielmöglichkeiten, Lademöglichkeit für E-Bikes, Trinkwasserbrunnen. Toiletten, Bücherschrank. Auch die Verlagerung der Parkplätze zum alten Spielplatz waren Thema. Planer Volker Bünermann visualisierte das Ganze.

Der neue Plan enthält mehr Bäume, einen Unterbodentank für Stromleitungen, an einem großen Baum ein Sitzrondell und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Das Wasserspielareal wird mit einem Sonnensegel beschattet. Etliche Details wie eine Weihnachtsbaum- oder auch eine Fahnenmasthülse kommen hinzu. Spielgeräte sind integriert und so konzipiert, dass kein Fallschutz nötig wird.

Diskussionen im Bauausschuss gab es zum Thema Design der Sitzgelegenheiten. Der Bündnisgrüne Ulrich Naumann regte an, den Wasserspielbereich möglichst naturnah zu gestalten, auch bei anderen war die Ausgestaltung und das Design der Anlage Thema. FWG-Vertreter Heinz Friedriszik mahnte an, den Durchfahrtsbereich des Platzes so zu gestalten, dass Fußgänger und Autofahrer mehr aufeinander achten können.

Eine kurze Diskussion gab es zu Thema Toiletten. Demnach wird es welche geben, aber eben nicht auf dem Platz. Es wurde mit den anliegenden Gastronomen gesprochen, die sich aufgeschlossen zeigten, Besucher auf die Gaststättentoiletten zu lassen. Nicht infrage kommt die Reaktivierung der Toiletten im evangelischen Gemeindehaus für die Öffentlichkeit.

Wie Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) erläuterte, habe es in der Vergangenheit erhebliche Kosten gegeben – nicht nur wegen des Reinigungsaufwandes, sondern auch wegen Zerstörungen.

Wieder aufs Tapet kam das Parkplatzkonzept. Das beauftragte Büro könne derzeit allerdings wegen Corona keine Daten erheben, weil nicht klar sei, wie sich die Pandemie auf das Parken auswirke, erläuterte Bauamtsleiter Marcus Henninger. Das Konzept komme daher später und müsse mit dem Parkplatzkonzept rund um den Platz abgestimmt werden. Heinz Friedriszik regte das Thema Parkausweis an.

Kurzfristig kommen Planer und Bauamt nun noch einmal zusammen. Mit dem Wegfall des Denkmals muss der Entwurf final überarbeitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare