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Schmerbeck-Platz: Ende Juni beginnen die Bauarbeiten

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Von: Peter von der Beck

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Soll umgestaltet werden: Der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz in der Neuenrader Altstadt. Start ist der 28. Juni.
Soll umgestaltet werden: Der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz in der Neuenrader Altstadt. Start ist der 28. Juni. © Peter von der Beck

Jetzt wird es konkret: Am 28. Juni ist offizieller Baubeginn für die Neugestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes. Das sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger am Donnerstag auf Nachfrage.

Neuenrade – Die Umgestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes und die dafür erforderlichen Arbeiten haben natürlich Konsequenzen für die Anwohner, Besucher und Geschäftsleute in der Altstadt.

So bekommt der Neuenrader Wochenmarkt vorübergehend ein neues Domizil – er wird dienstags dann am Stadtgarten zu finden sein. Entsprechende vorbereitende Arbeiten laufen dort schon. Das Pflaster wird dort aktuell saniert, auch in der kommenden Woche wird dort noch gearbeitet, weshalb der Bereich derzeit gesperrt ist. Platz sei dort genug, ließ Marcus Henninger durchblicken, denn während der Sommerferien sei der Markt ohnehin nicht voll bestückt.

Während der Bauarbeiten, für die Henninger „zwei Monate“ veranschlagt – falls es das Wetter und die derzeit widrigen Umstände, die in der Baubranche herrschten, zuließen – gibt es natürlich Einschränkungen für die Anwohner. Denn in der ohnehin mit Parkplätzen mager ausgestatteten Altstadt, fallen natürlich Parkmöglichkeiten weg.

Außerdem werde es nicht zu vermeiden sein, dass in der Altstadt dann Umleitungen eingerichtet würden. Zunächst werde alles, was in dem Bereich überirdisch vorhanden sei, abgebaut, dann werde das Pflaster aufgenommen. Wie bei Tiefbauarbeiten üblich, kümmere man sich dann um den Untergrund: Dort liegen Versorgungsleitungen und Wasseranschlüsse.

Das wird entsprechend hergerichtet. Es gilt auch im Hinblick auf den späteren Wochenmarkt, sowie für Ladestationen, Beleuchtung und den Spielbereich mit Wasserelementen, die Leitungen entsprechend neu zu verlegen. Der Platz wird auch optisch vergrößert, reicht dann im Norden und im Süden jeweils bis an die Häuserreihen heran.

„Über die Pläne und den Fortgang der Arbeiten können sich Interessierte dann im Büro des Quartiermanagements an der Ersten Straße informieren. Dort gibt es Pläne. Die Quartiermanager haben sogar Muster von Pflastersteinen vor Ort,“ sagte Marcus Henninger.

Ursprünglich sollte die Baumaßnahme bereits „im Frühjahr“ starten, doch Henninger und seine Kollegen wollten verlässliche Rahmenbedingungen haben und in direkter Absprache mit den ausführenden Gewerken sicher sein, dass es möglichst keine Verzögerungen geben werde.

Bleibt noch das Thema Parken in der Altstadt: Das wird im Zuge des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes für Neuenrade eine Rolle spielen. Da geht es dann um Parkflächen, auch wird die Stadt eine Parkplatzsatzung benötigen.

Gemäß der aktuellen Planung wird das Parken auf dem Platz deutlich reduziert. Es werden dort Abstellmöglichkeiten für Fahrräder installiert, da ohnehin die Fahrradmobilität in Neuenrade verbessert werden soll. Einige Parkplätze bleiben am Platz allerdings erhalten.

Ein wesentliches Merkmal des Platzes wird der umgestaltete Brunnen werden, der künftig mit in ein Spielareal integriert wird. Es wird auf dem Platz zudem ein einheitliches Lichtkonzept geben, Pflanzkübel und Bäume werden im nördlichen Band des Platzes aufgestellt. Als zusätzliche Sitzmöglichkeiten werden zudem einige Bänke installiert.

Weitere Sitzmöglichkeiten werden sich auf der Brunnenmauer befinden. Mobile Sonnenschirme ermöglichen dem Eiscafé den Betrieb einer Außengastronomie.

Die Oberfläche des Platzes wird „als eine Bänderung aus Naturstein- und Betonpflaster“ gestaltet. Durch eine ebene Oberfläche und nicht störende Gestaltungselemente ist der barrierefreie Zugang zu dem Platz jederzeit gewahrt“, heißt es in einer Beschreibung des Quartiermanagements.

Insgesamt sind die meisten Elemente auch beweglich und entfernbar, sodass die Nutzungsmöglichkeiten des Platzes variiert und erweitert werden können. So ist der schnelle Umbau in einen Marktplatz genauso möglich wie die Bereitstellung als besonderer Veranstaltungsort.

Die Stadt investiert mit Mitteln aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept rund 600 000 Euro für die Neugestaltung des Platzes. Dabei ist der fertige Plan durchaus mit Bürgerbeteiligung entstanden.

So haben die Quartiermanager und Planer auch Anlieger befragt sowie die Altstadtgemeinschaft mit ins Boot geholt. Daraus wurde ein Vorentwurf erstellt. Bürger konnten zudem dann noch während der Markttage direkt beim Quartiermanagement oder online Wünsche und Anregungen beisteuern. Daraus wurde dann das abschließende Konzept erstellt, das noch in diesem Jahr Realität werden soll.

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