Planungen für Nachnutzung

Schlemmer-Ranch-Gelände: Erster Entwurf für neuen Wohnkomplex 

+
So oder so ähnlich könnte die neue Wohnanlage auf dem Grundstück der ehemaligen Schlemmer-Ranch aussehen.

Neuenrade – Die Planungen für eine Nachnutzung des ehemaligen Schlemmer-Ranch-Grundstücks an der Küntroper Straße schreiten voran.

In der Sitzung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses am Mittwoch stellten Architekt Tom Schnabel, Geschäftsführer des gleichnamigen Architekturbüros, und seine Mitarbeiterin Maria Gazani, ebenfalls Architektin, den ersten Entwurf für eine große Wohnbebauung vor. 

Geplant sind demnach zwei dreigeschossige Gebäude, also mit Erdgeschoss, erstem und zweiten Obergeschoss. Insgesamt 15 Wohnungen sollen entstehen; neun im größeren und sechs im kleineren Gebäude. Einige der Wohnungen sind kleiner geplant, sodass sie ideal für Alleinstehende geeignet wären; andere mit bis zu drei Kinderzimmern. In den größeren Wohnungen fänden dann fünfköpfige Familien Platz. Die Gebäude sollen barrierefrei gebaut werden, unter anderem durch Aufzüge. 

Fläche ersteigert 

Auf dem Schlemmer-Ranch-Grundstück, das der Neuenrader Bauherr Daniel Wingen im März für 92 000 Euro ersteigert hatte, sollen die beiden Baukörper so angeordnet werden, dass im hinteren Bereich ein kleiner Innenhof entsteht. Dort könnte ein Spielplatz für Kinder gebaut werden. Der hintere Grundstücksbereich liegt auch in unmittelbarer Nähe zum begrünten Uferbereich der Hönne. Dadurch soll ein Gefühl von „Wohnen im Grünen“ entstehen, wie die Architekten im Kaisergarten erklärten. 

Zur Bundesstraße 229 hin (Küntroper Straße) soll die Wohnanlage durch mehrere Garagen und Parkplätze begrenzt werden, wodurch der Innenhof vom Straßenlärm und den Blicken der Autofahrer geschützt würde. Zudem wären die Garagen eine Schutzbarriere für die spielenden Kinder, die dann nicht mehr völlig ungehindert zur Straße laufen könnten. 

Abriss steht bevor 

Ob das Projekt tatsächlich so gebaut werden kann, wie es Architektin Maria Gazani vom Büro Schnabel geplant hat, ist allerdings noch unklar. Denn zuerst muss das Gebäude der Schlemmer-Ranch weichen. Dafür müsse noch die obligatorische Artenschutzprüfung erfolgen, die sicherstellt, dass mit dem Abriss nicht der Lebensraum schützenswerter Tierarten zerstört wird. Tom Schnabel rechnet aber nicht damit, dass auf dem Grundstück solche Arten beheimatet sind. Hinzu kommt, dass auch der Bebauungsplan durch die politischen Gremien geändert werden müsste.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare