Sauerländer Lokalkolorit mit Frieda Braun

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Kabarettistin Frieda Braun präsentierte in dieser Woche in Neuenrade ihr neues Programm „Erstmal durchatmen“.

Neuenrade - Mit ihrem neuen Programm „Erstmal durchatmen“ begeisterte die Kabarettistin Frieda Braun das Publikum am Mittwoch- und Donnerstagabend in der Aula der Hönnequell-Schule (HQS).

An beiden Tagen trat der „weibliche Herbert Knebel“ vor ausverkauftem Haus und insgesamt 400 Zuschauern auf. Die Fans im Saal wischten sich ein ums andere Mal die Lachtränen aus dem Gesicht: Ein furioser Erfolg für die Künstlerin und die Veranstalterinnen vom Freundeskreis Augenblick mal. 

Die Alltagssorgen einer Hausfrau 

Mit reichlich sauerländer Lokalkolorit berichtete die im 70er-Jahre-Chic gekleidete Komödiantin von den Alltagssorgen einer Hausfrau und aus der guten alten Zeit. So erklärte sie den Jüngeren im Saal etwa: „Früher waren Fotos teuer. Da wurde ein ernster Gesichtsausdruck aufgelegt. Die wurden nicht verlacht.“ 

Braun blickte aber auch über den Tellerrand und stellte Überlegungen an zur Reinkarnation, an welche die Buddhisten ja glauben würden. „Demnach wirst Du ja im nächsten Leben bestraft, wenn Du Dir jetzt was zu Schulden kommen lässt. Weißt Du, wann ich immer daran denken muss? Wenn ich die Ehefrau von Donald Trump sehe“, spitzte sie ihre Gedanken zu. 

Moderne Fitnesstrends bekamen von Braun auch ihr Fett weg. Yoga-Trainierende nannte sie etwa bloß „Yoguretten“ und Plastikschalen-Fans haben bei ihr „ganz schwer Tupperkulose“. Und St.-Martins-Laternen mit LED-Lämpchen tat sie ab mit der Feststellung, dass man sich früher mit echtem Feuer der Gefahr gestellt habe. 

Vergiftete Komplimente für den Gatten 

Immer wieder kam Frieda auf ihren Gatten Erwin zu sprechen. So ereiferte sie sich beispielsweise, dass dieser, wenn Erwin wieder einmal nicht getan habe, worum sie ihn gebeten hatte, ein vergiftetes Kompliment nicht als solches erkenne. „Das Schlimmste ist: Der nimmt das an – und auch noch ganz ohne Scham.“ 

Die Besucher der beiden Veranstaltungen kamen übrigens nicht nur aus Neuenrade, sondern auch aus Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und mit Iserlohn sogar dem weiteren Umkreis.

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