Beachtliche Risse

Sanierung der besonderen Art: Flugzeugbauer bessern Freibadbecken aus

Flugzeugbauer Sebastian und Robin Horstmann sanieren die GFK-Wanne des Freibads.
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Flugzeugbauer Sebastian und Robin Horstmann sanieren die GFK-Wanne des Freibads.

Zwei Flugzeugbauer haben in Neuenrade jetzt einen Spezialauftrag erhalten: Sie sollen den Beckenboden des Freibades erneuern. Es ist wohl eine Sanierung der besonderen Art.

Neuenrade – Nachdem sich alle möglichen Spezialisten einschließlich Bootsbauer an der Beckenboden-Reparatur versucht haben und am Ende nicht mit ihren Reparaturmaßnahmen langfristig Erfolg hatten, sind eben nun die beiden Spezialisten Sebastian und Robin Horstmann am Zug.

Etwas verloren wirken die beiden Experten in dem riesigen leeren Becken des Freibades im Friedrichstal. Das Becken besteht im Grunde aus Beton mit einem Kunststoffüberzug, der wiederum aus Faserverbundstoff besteht. Es ist eine sogenannte GFK-Wanne. GFK bedeutet glasfaserverstärkter Kunststoff. Und dieser Überzug ist in die Jahre gekommen und weist Risse auf.

Die beiden Spezialisten müssen nun die Risse finden und mit ihren speziellen Möglichkeiten das Becken wieder wasserdicht machen. Gelingt es nicht, das Becken abzudichten, so dringt das Wasser in den Beton ein, was wiederum zu noch größeren Schäden führen könne, erläutert Flugzeugbauer Sebastian Horstmann.

Die Risse in der Wanne sind teilweise beachtlich.

Nicht allein die Dichtigkeit des Beckens spiele bei den Reparaturmaßnahmen eine Rolle, sagte Horstmann. Auch die Ebenmäßigkeit des Bodens sei wichtig. Denn – und das sei der Wunsch des Schwimmmeisters – glatter Boden schütze die empfindlichen und möglicherweise aufgeweichten Füße der Freibadbesucher. Und für einen glatten Untergrund zu sorgen, das ist für die beiden Flugzeugbauer kein Problem.

Zunächst gilt es grundsätzlich, die Risse von allen vorherigen Reparaturmaßnahmen und von Spezialfarbe mit entsprechendem Schleifwerkzeug zu befreien und offen zu legen.

Dann wird der Riss großflächig abgeschliffen, anschließend wird eine entsprechend zugeschnittenen Glasfaserverbundmatte mit Harz vermischt flächig aufgeklebt, um auch die Kräfte des Wasserdrucks entsprechend zu verteilen und die Dichtigkeit und damit auch die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Eine gute Woche ist für die Reparaturarbeiten angesetzt. Die beiden Neuenrader Sebastian und Robin Horstmann bilden gemeinsam die Firma H+L Faserverbund. An den Auftrag für das Freibadbecken kamen sie auf Empfehlung. „Normalerweise befassen wir uns mit Windenergieanlagen und eben Flugzeugen,“ sagte Horstmann.

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