Ladestationen, W-Lan und Palettensofa

Sanierung abgeschlossen: Neue Zeiten im Jugendzentrum

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Mandy David und Sinja Gräf präsentieren das neu gestaltete Jugendzentrum.

Neuenrade – Die Innenräume des Neuenrader Jugendzentrums (Juz) sind nach einer längeren Sanierung fertig, nur noch ein wenig gestalterische Verschönerungsarbeit ist nötig.

Abhilfe soll das Graffiti-Projekt schaffen – gemeinsam mit einem Lüdenscheider Künstler sollen Kinder und Jugendliche noch den Flur des Jugendzentrums gestalten –, ein Projekt, das bei Bedarf umgesetzt werden kann. Zudem hat das Jugendzentrum nun neue, auf Erfahrungen basierende Öffnungszeiten, die fast wie vor der Corona-Pandemie gestaltet sind. 

Nun zeigt sich auch, dass das Jugendzentrum personell und inhaltlich gut aufgestellt ist. Die Sozialarbeiterinnen Mandy David und Sinja Gräf sowie Erziehungswissenschaftler Daniel Schwebe kümmern sich. Wobei Schwebes Part einen Schwerpunkt bei der aufsuchenden Jugendarbeit hat. 

Stammkundschaft auch in Coronazeiten

Die Anlaufstelle für Jugendliche hat sich auch in Coronazeiten mit Stammkundschaft etabliert. Ein halbes Dutzend Kinder („für Corona ist das okay“) trifft sich regelmäßig im Jugendzentrum, hinzu kommen mehr als zehn Jugendliche. Nach den Vorgaben des Hygienekonzeptes dürfen sich nicht mehr als zehn Personen gleichzeitig drinnen aufhalten, Maskenpflicht besteht und die Besucher müssen sich in eine Liste eintragen. All das funktioniert gut, es gibt keine Schwierigkeiten, heißt es von den beiden Sozialarbeiterinnen, die jetzt das neu gestalte Jugendzentrum präsentierten. 

So kann die Beleuchtung im Juz viel besser gesteuert werden und indirektes Licht gebe eine angenehmere Atmosphäre. Das Feedback der Jugendlichen sei sehr gut. „Denen gefällt das viel besser als vorher.“ Wer durch den Eingang kommt, hat gleich den Thekenbereich im Blick, rechts geht es zu dem großen Raum, wo durchaus auch Theaterstücke gespielt werden können. Wer links herum geht, findet eine Art Bistro-Spielbereich mit Billardtisch, Air-Hockey und Kicker. An der Wand steht das jüngst fertiggestellte Palettensofa. 

Wunschmusik über das Tablet abspielen

An der Theke gibt es eine Ladestation für Handys und auf einem an der Wand angebrachten iPad können die Besucher sich über die Dienste Spotify und Youtube Musik wünschen und über neue Boxen abspielen. Das W-Lan im Juz ist zudem top und über einen schnellen Accesspoint erreichbar. 

Nicht nur wegen Corona wurde das Jugendzentrum quasi um die Außenfläche erweitert. Wenn es wettertechnisch möglich ist, sind David und Gräf häufig draußen. Ein Angebot, das durchaus auch von den älteren Jugendzentrumsbesuchern angenommen werde. Gerne würde Basketball gespielt oder Billardturniere veranstaltet. Sogar kleine Gewinne tut das Jugendzentrum raus. 

Mitarbeiterinnen sind "immer erreichbar"

So gibt es im Juz basierend auf Erfahrungswerten und unter Pandemiebedingungen ein Angebot für die Kinder und Jugendlichen der Stadt. Es ist variabel und soll mit den Kindern laufend erarbeitet werden. „Grundsätzlich werden wir immer etwas anbieten. Die sollen wissen: Wir sind da, die Kinder und Jugendlichen können kommen, wenn sie Probleme habe und das Gespräch suchen. Wir sind erreichbar via Facebook, Instagram, WhatsApp, direkt, telefonisch – alles ist möglich“, sagt Mandy David. 

Dienstags ist immer Mädchentag, donnerstags Jungentag. Jeweils von 18 bis 20 Uhr bleibe das jeweilig andere Geschlecht außen vor. Ansonsten arbeiten die Fachleute nach dem Partizipationsansatz, sodass die Kinder/Jugendlichen also gemeinsam unterwegs sind. Gender-Arbeit – daher Mädchen-/Jungentag – gibt es dort aber eben auch. Diese geschlechtsspezifischen Angebote nähmen die Besucher auch gut an. „Wir können die Stärken von Mädchen und Jungen speziell fördern. Zudem werden sie vom anderen Geschlecht nicht abgelenkt oder eingeschüchtert. Allein sind die viel offener. So könnten intensiver Probleme angesprochen werden, als in gemischten Gruppen“, hieß es von den beiden Fachfrauen.

Die Öffnungszeiten: Montags ist nun für alle Kinder und Jugendliche von 16 bis 20 Uhr geöffnet, dienstags ist von 16 bis 18 Uhr Kindernachmittag (sechs bis 13 Jahre), von 18 bis 20 Uhr ist „Mädchentag“. Mittwochs ist dann wieder für alle Kinder und Jugendlichen von 16 bis 20 Uhr geöffnet; donnerstags ist Kindernachmittag; von 18 bis 20 Uhr ist dann „Jungentag“. Freitags ist für alle Kinder und Jugendlichen von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

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