124 Tage geöffnet

Mäßiges Wetter schmälert Freibad-Bilanz

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Richtig voll wurde es bei der Pool-Party im Juli. Viele Besucher kamen an diesem Tag durch Gutscheine der Sparkasse kostenlos ins Freibad.

Neuenrade - Der mäßige Sommer macht sich in der Bilanz des Neuenrader Freibades bemerkbar. Der Kämmerer zeigt sich mit der Saison dennoch zufrieden – und hat auch Positives zu verkünden.

Deutlich weniger Badegäste zählten die Verantwortlichen im Vergleich mit den beiden Vorjahren: Waren es 2015 und 2016 noch jeweils mehr als 40.000 Besucher, so weist die Statistik für das Jahr 2017 die Zahl von 36.736 aus. Der Grund dafür dürfte das Wetter sein, dass sich über weite Strecken wenig sommerlich präsentierte.

Gleichzeitig hat das Freibad in der vergangenen Saison deutlich weniger Gas für Heizungen verbraucht. Der Grund dafür liegt in der seit dieser Saison vorhandenen Becken-Abdeckung, wie Kämmerer Gerhard Schumacher erläutert. Gegenüber dem Vorjahr ist der Verbrauch um mehr als ein Drittel auf 33.971 Kubikmeter gesunken.

Die Funktionsweise ist simpel: Über Nacht wird die Abdeckung über das Becken gezogen, sodass das Wasser weniger auskühlt. „Das macht sich in sehr heißen Sommern natürlich weniger bemerkbar“, erklärt Schumacher.

Investition macht sich bezahlt

Er geht davon aus, dass sich die Investition in Höhe von etwa 70.000 Euro in spätestens fünf Jahren durch den gesunkenen Gasverbrauch bezahlt machen wird.

Geöffnet hatte das Neuenrader Freibad in diesem Jahr an 124 Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 13. September. In dieser Zeit erwirtschaftete es Brutto-Einnahmen in Höhe von mehr als 68.000 Euro, von denen mehr als die Hälfte über den Kassenautomaten eingenommen wurde.

Etwas mehr als 30.000 Euro machten Einnahmen aus Saisonkarten aus, hinzukommen 720 Euro durch Gutscheine und Ähnliches. Das Hundeschwimmen am 23. und 24. September, das traditionell das Ende der Freibadsaison bildet, hat in diesem Jahr 760 Euro in die Kasse gebracht.

Regelmäßige Störungen der Technik

Bei der Pool-Party im Juli hatten die meisten Besucher entweder eine Saison- oder Zehnerkarte oder einen der Gutscheine, die die Sparkasse als Sponsor im Vorfeld verteilt hatte. In der Statistik tauchen deshalb nur die 92 Euro auf, die an diesem Tag am Kassenautomaten eingenommen wurden.

Abseits der Zahlen haben die Verantwortlichen von regelmäßigen Störungen der Mess- und Regeltechnik zu berichten. Zudem waren die Wärmepumpen I und II nicht in Betrieb, weil nötige Ersatzteile nur schwer zu beschaffen sind. Das, so betont Schumacher, soll aber bis zur neuen Saison erledigt sein.

Große und kleine Verletzungen

Immer wieder mussten Badegäste wegen leichterer Verletzungen behandelt werden, vor allem an besucherstarken Tagen. Ein außergewöhnliches Ereignis stellt in diesem Zusammenhang die Wiederbelebung eines Kindes dar, die in dieser Saison einmal nötig wurden.

Trotz aller Probleme und unterdurchschnittlicher Besucherzahlen zieht Kämmerer Gerhard Schumacher ein positives Fazit zur vergangenen Freibadsaison. Das sei auch das Urteil vieler Besucher, erklärt er: „Vor allem unsere Stammgäste haben das Bad rege genutzt.“

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