Neues zur Umfrage

Das sagen die Bürger: So könnte Neuenrade attraktiver werden

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Joel Prinz (links) machte den Vorschlag, etwas für junge Erwachsene auf den Weg zu bringen.

Neuenrade - Ein Treffpunkt mit Musik für 18- bis 28-Jährige, Umwelttage für Neuenrade, Trödelmarkt, Picknick und Musikveranstaltungen, aber auch digitale Beschilderung waren Themen bei einem Treffen des Stadtmarketingvereins in der Stadtbücherei, zu dem Sandra Horny als Geschäftsführerin auch Gäste eingeladen hatte.

Einige waren dem Ruf Hornys gefolgt, und diskutierten fleißig mit. 

Zum Hintergrund: Vielen Neuenradern ist an ihrer Stadt gelegen. So nahmen im März knapp 500 Bürger an einer Umfrage teil, die Stadtmarketing-Geschäftsführerin Sandra Horny unters Volk gebracht hatte. Einige der Umfrageteilnehmer hatten Name und Anschrift hinterlassen und die Bereitschaft erklärt, beim Stadtmarketing aktiv zu werden (wir berichteten). Horny schrieb alle an, lud sie zu einem Treffen ein. Am Dienstagabend erschienen neben den Funktionsträgern des Stadtmarketingvereins ein gutes Dutzend Bürger. 

Viele bekannte Gesichter

Darunter auch politisch engagierte wie Bernhard Peters (FWG), Mark Hantelmann (CDU), Marcus Dunker (CDU) und anderweitig engagierte Bürger wie Jürgen Hederich (Bürgerbusverein), Andrea Ziemann (Forum Neuenrade) oder Taner Kara (Türkisch-islamischer Kulturverein). Dazu die Jugendnetzwerksmitarbeiterin Agnes Tramberend. Klar, dass Bürgermeister Antonius Wiesemann als Vorsitzender des Vereins ebenfalls anwesend war, genauso wie Bernd Buntenbach als Zweiter Vorsitzender. 

Bevor etwas in Gang kam, hielt Wiesemann einen Vortrag mit den Strukturdaten zu Neuenrade einschließlich der Ortsteile. Das reichte von der Bevölkerungsentwicklung über negativen Pendlersaldo bis zur örtlichen Schulsituation (Millionenbeträge in den vergangen Jahren investiert) oder der Sache mit der Umgehungsstraße. Er riss Problemfelder wie Gesundheitsversorgung an oder verwies auf künftige Maßnahmen von Leader oder der Städtebauförderung. Auch ein paar Eckdaten zum Stadtmarketingverein (rund 70 Mitglieder, überwiegend Firmen und Vereine, 20 Einzelmitglieder) brachte der Bürgermeister mit. 

Ergebnisse der Umfrage erläutert

Sandra Horny erläuterte anschließend die Ergebnisse der Umfrage und spielte auf der Leinwand noch einmal Vorschläge ein, die von den Umfrageteilnehmern gemacht wurden, um dann in die Diskussion überzuleiten. Etwas zäh ging es los. Bürgermeister Wiesemann befeuerte gleich den Umweltgedanken, erzählte von der Idee eines Bürgers, „einen Sauberkeitstag“ in Neuenrade anzuleiern. Weitere Vorschläge kamen in der a Diskussion hinzu, die von Integration der Vereine und Schulen zu dem Projekt bis hin zum Aufstellen von Schildern, um die Menschen an das Sauberhalten zu erinnern, reichten. Auch ein plastikfreier Tag in Neuenrade wurde von Agnes Tramberend vorgeschlagen. 

Horny nannte die Vorschläge aus der Umfrage, wie den Stadtpark verstärkt für Trödel, Picknick oder Musikereignisse zu nutzen. Eine Idee, die viel Zuspruch fand, hatte dazu Andrea Ziemann. Sie schlug vor, Events zu kombinieren. Das Picknick und Musik könne doch gemeinsam veranstaltet werden. Oder auch den Kindermaltag und das Picknick könne man zusammenlegen. Einen Trödelmarkt im Stadtgebiet zu organisieren, fand ebenfalls viel Zuspruch. Auch der könne mit anderen Events kombiniert werden, hieß es. 

Ordentliche Beschilderung gefordert

Eine ordentliche Beschilderung zu Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Toiletten oder zur Innenstadt verlangte Jürgen Hederich, damit sich auch Auswärtige in Neuenrade zurechtfänden. Bernhard Peters ergänzte hier die Möglichkeit der digitalen Beschilderung bei Google-Maps. 

Spannend wurde es, als sich Joel Prinz zu Wort meldete. Er gehörte zu den jüngsten Teilnehmern des Abends. Er schilderte die Nöte junger Erwachsener von 18 bis 28, die ihre Freizeit in einer Kleinstadt verbringen müssten. Prinz ließ durchblicken, dass Gertrüdchen und das Abklappern der Schützenfeste rund um Neuenrade die Agenda von jungen Erwachsenen nicht ausfüllten. Vor allem Innenstadtnähe sei da wichtig. Als Location wurde der Kulturschuppen ins Spiel gebracht. Musik und Tanz sollten möglich sein. Auf ähnlicher Linie lag dabei ein weiterer junger Mann in der Runde, der noch nicht lange in Neuenrade wohnt. 

Einige wollen sich engagieren

Letztlich ging es auch darum, Menschen zu finden, die unterstützt vom Stadtmarketingverein bei der Organisation der Events mitmachen. Die Teilnehmer der Stadtmarketingrunde hatten ihre Adressen hinterlassen und wer sich engagieren wollte, schrieb eine Notiz hinter seinen Namen. Das geschah in vielen Fällen – ein Anfang ist somit gemacht.

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