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Suche nach der Brandursache

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Von: Carla Witt

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Brandruine an der Garbecker Straße
Das Wohnhaus in Küntrop ist zumindest für längere Zeit nicht mehr bewohnbar. Ob das Gebäude abgerissen werden muss, müssen Sachverständige entscheiden. © Griese

Sie haben nicht nur ihr Zuhause verloren, sondern auch so gut wie ihr ganzes Hab und Gut:

Küntrop – Nach dem Brand in einem Wohnhaus an der Garbecker Straße in Neuenrade am Sonntagnachmittag benötigt die Familie unter anderem Kleidung. In den sozialen Netzwerken schreibt eine Nutzerin: „Für die Familie meiner Schwester aus Küntrop, die gerade beim Brand alles verloren hat, suchen wir auf diesem Weg Anziehsachen und einen Buggy.“

Große Hilfsbereitschaft

Und nicht nur in den sozialen Netzwerken scheint die Hilfsbereitschaft groß zu sein, auch Küntrops neuer Ortsvorsteher Volker Klüter sucht den Kontakt zu den Betroffenen. „Wenn es erforderlich wird und gewünscht ist, stellen wir hier in Küntrop eine Hilfsaktion auf die Beine“, erklärt Klüter.

Dass viele Sauerländer Anteil an dem Schicksal der sieben Bewohner nehmen, hat sich bereits kurz nach dem Brand gezeigt: „Die Unterbringung der Familie ging relativ fix,“ unterstreicht Neuenrades Ordnungsamtsleiter Marcus Henninger. „Die Familie ist in der Nachbarschaft untergekommen“, berichtet er. Wäre das nicht möglich gewesen, hätte „selbstverständlich die Stadt Neuenrade eine Bleibe organisiert“, so Henninger.

Inzwischen gebe es zudem bereits weitere Hilfsangebote. So habe sich einen Tag nach dem Brand jemand bei der Stadt gemeldet, der ein möbliertes Haus zur Verfügung stellen könne. Er habe den Kontakt zur Familie hergestellt, denn es gelte, eine längerfristige Lösung zu finden. „Denn es ist klar, dass das Haus so schnell nicht wieder bewohnbar sein wird. Falls das überhaupt noch einmal der Fall sein wird“, stellt der Leiter des Ordnungsamtes fest.

Brandsachverständiger am Dienstag vor Ort

Wann diese Frage beantwortet werden kann, ist noch nicht ganz klar. Momentan sei das Gebäude als „potenzieller Tatort“ polizeilich versiegelt. „Das wird nach einem solchen Brand immer so gehandhabt“, erklärt Lorenz Schlotmann, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis. Doch bereits am Dienstag werde sich ein Brandsachverständiger vor Ort umsehen. Eine erste Tendenz, wie es mit dem Wohnhaus weitergeht, könne dann eventuell schon zum Ende der Woche vermeldet werden. „Im Zweifelsfall wird noch ein Statiker hinzugezogen“, unterstreicht Schlotmann mit Blick auf die Aussagen der beteiligten Feuerwehrleute. Sie hatten berichtet, die Lehmdecken im Haus seien durch das Löschwasser aufgeweicht – deshalb bestehe Einsturzgefahr.

Von dem Brandsachverständigen erhofft sich die Polizei auch eine Aussage zur Entstehung des Feuers. Die Einsatzleitung der Feuerwehr hatte erklärt, das Feuer sei in der Garage entstanden und die Flammen hätten dann auf das Wohnhaus übergegriffen. Wodurch der Brand verursacht wurde, ist aber noch unklar.

76 Feuerwehrleute waren im Einsatz

Um das Feuer zu bekämpfen, waren am Sonntag zunächst die Löschgruppen Küntrop und Affeln sowie der Einsatzleitwagen und der Hubrettungsrüstwagen des Löschzugs Stadtmitte ausgerückt. Kurze Zeit später wurde das Alarm-Stichwort erhöht. Auch Kräfte der Feuerwehr Balve halfen beim Löschen. Insgesamt waren 76 Feuerwehrleute im Einsatz. Die B 229 wurde für die Wasserversorgung gesperrt.

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