Aufsuchende Jugendarbeit: Verwaltung sucht Lösung

Das Neuenrader Rathaus.

Neuenrade - Die Stadt Neuenrade ist ihren "Quasi-Streetworker" Christian Wulf wieder los. Der junge Mann hatte in Neuenrade sein Anerkennungsjahr absolviert und sich in erster Linie um die sogenannte aufsuchende Jugendarbeit gekümmert. Er geht nun nach Balve, tritt dort zum 1. August die Stelle als Leiter des Jugendzentrums an.

Von Peter von der Beck

Sein Jahr in Neuenrade war zum 30. Juni ohnehin zu Ende. Und wie Hauptamtsleiter Dierk Rademacher berichtete, hatte man sich schon nach Möglichkeiten umgesehen Wulf weiter zu beschäftigen. Dann habe er die Stelle in Balve bekommen.

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„Wir freuen uns für ihn“, sagte Rademacher. Er bedauerte Wulfs Weggang auch, denn der junge Mann habe der Stadt gute Dienste getan. In der Tat hatte Wulf vielfältige Kontakte zu den Jugendlichen Neuenrades geknüpft.

Da Wulf in Balve erst zum 1. August anfange, habe man mit ihm aber noch einen befristeten Vertrag bis zum 31. Juli geschlossen, so dass er noch ein wenig bleibe.

Nun müsse man sich Gedanken um seine Nachfolge machen und die Stelle neu ausschreiben. Das geschehe aber auch vor dem Hintergrund der städtischen Finanzen. Finanzierbar sei wohl eine Stelle mit 20 bis 25 Stunden. Gemeinsam mit Gabi Bildstein-Ulianowsky werde er sich in kürze Gedanken um die Ausschreibung machen.

Es sei nicht ganz einfach derzeit Sozialarbeiter zu bekommen. Das hänge seines Erachtens, so Rademacher, auch damit zusammen, dass durch das Bildungs- und Teilhabepaket des Landes, derzeit viele Sozialarbeiter und Fachkräfte ähnlicher Couleur in den Großstädten arbeiten würden. Die Finanzierung laufe zum Ende des Jahres aber wohl aus, sodass sich der Arbeitsmarkt dann möglicherweise wieder anders gestalten könnte. Derzeit sei der Arbeitsmarkt für Sozialabeiter leergefegt.

Was die mögliche interkommunale Zusammenarbeit anbelangt – Neuenrade, Herscheid und Meinerzhagen hatten zusammen eine ganze Streetworker-Stelle (verteilt auf die drei Kommunen) unter der Regie des Kreisjugendamtes mehrfach erfolglos ausgelobt – gibt es Änderungen.

So habe man in Herscheid wohl eine eigene Lösung gefunden, sodass Meinerzhagen und Neuenrade bleiben würden. Doch ob es so attraktiv sei für mögliche Aspiranten ihre Arbeitskraft auf zwei Orte zu verteilen, da habe er aber Zweifel, sagte Rademacher.

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