Rundgang für die Zukunft Neuenrades

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Michael Ahn von der Agentur im Gespräch mit Bürgern.

Neuenrade - Nicht mal einen Tag Pause haben sich die Planer aus Coesfeld gegönnt. Auf Affeln und Altenaffeln folgte am Mittwoch mit Neuenrade gleich der nächste Ortstermin.

Aus den Anregungen der Bürger wird bis Ende des Jahres ein kommunales Handlungskonzept (Ikek) entstehen, das die Kommune fit für den demografischen Wandel machen soll.

Zu Beginn erläutert Stadtplaner Michael Ahn vom Büro Wolters Partner noch einmal die Rahmenbedingungen: „Das Ganze ist nichts anderes als ein Förderprogramm des Landes, das sich vor allem mit den Zukunftsaufgaben einer Kommune beschäftigt: und das ist nun einmal der demografische Wandel.“ Wer nichts mache und kein Konzept aufstelle, bekomme auch nur deutlich reduzierte Mittel zugewiesen. Engagement ist wichtig „Wichtig ist auch, dass das Projekt vom bürgerschaftlichen Engagement getragen wird. Ansonsten lassen sich manche Dinge nicht umsetzen“, betonte Ahn.

Er verglich das fertige Produkt mit einer Bibel, die der Bürgermeister in den kommenden 20 Jahren jederzeit aus der Schublade ziehen könne, um zukunftsweisende Projekte auf den Weg zu bringen. Bereits während der Auftaktveranstaltung im Hotel Kaisergarten waren viele konkrete Punkte auf den Tisch gekommen, darunter ein sicherer Verkehrsübergang an der Kreuzung Dahler Straße / Beuler Weg / Hinter der Stadt. Das war eine der ersten Stationen, die von der Gruppe aus Bürgern, Planern und Vertretern von Rat und Verwaltung angesteuert wurde. Auf dem Weg dorthin wurde zudem noch angesprochen, dass ein Wegeleitsystem für Fußgänger abseits der Hauptstraßen dringend angebracht sei. „Zudem gilt: in den Randbereichen der Innenstadt haben Kaufhäuser als Magnet ausgedient. Stattdessen ist das Wohnen in und an der Altstadt das entscheidende Argument für eine hohe Lebensqualität“, erklärte Michael Ahn den anwesenden Bürgern.

Auch die Zukunft des alten Kinos stand auf der Agenda. Wer immer dieses einer alternativen Nutzung zuführen wolle, müsse die Brandschutzauflagen erfüllen. In diesem Sinne erwähnte Stadtplaner Ahn, dass dies zwar ein klassisches Projekt im Rahmen eines Handlungskonzepts sei, aber eben auch ein sehr großes. Lob für den Spielplatz Der Spielplatz unweit des Eiscafés in der Altstadt wurde ausdrücklich gelobt: „Die Fläche ist sensationell gut“. Wie bereits beim ersten Vor-Ort-Termin in Affeln angemerkt, so würde es auch hier darum gehen, den Kinderspielplatz „etwas zeitgemäßer“ zu gestalten. „Denn was ist für junge Familien heutzutage wichtig: Arbeitsplatz, Parkplatz und Spielplatz und zwar genau in dieser Reihenfolge“, sagte Michael Ahn.

Den Einwand, dass neue Spielgeräte schnell in Mitleidenschaft gezogen würden, ließ der Experte nicht gelten: „Vandalismus darf nicht dazu führen, dass Dinge gar nicht umgesetzt werden“. Am Ende wurde an die Planer noch der Hinweis herangetragen, auch die Jugend miteinzubeziehen. Dazu seien bereits Schulen und das Jugendzentrum mit ins Boot geholt worden. Ein konkreter Termin stehe aber noch aus.

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