Projekte des LSV Sauerland

Flugplatz Küntrop: Hier wird saniert - und das soll neu entstehen

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Der LSV-Sauerland-Vorsitzende, Joachim Kneer, berichtete von den aktuellen Sanierungsarbeiten.

Neuenrade - Zwei große Kräne standen in der vergangen Woche am Flugplatz in Küntrop. Auf dem Dach des Restaurant-Bereichs tummelten sich ganz in weiß gehüllte Gestalten.

Diese Arbeiter entsorgten die alte, asbesthaltige Dacheindeckung. Anschließend wurden neue Dachelemente installiert. 

Auch am Montag waren Dachdecker noch mit entsprechenenden Arbeiten befasst. Die neue Bedachung der alten Halle nebst Entsorgung der Asbestplatten wird sich noch eine Weile hinziehen. „Nach Ostern“, so schätzt Joachim Kneer, Vorsitzender des Luftsportvereins (LSV) Sauerland, „wird das Dachprojekt abgeschlossen sein“. Die Neueindeckung der Halle hat eine lange Vorgeschichte. „Um den Flugsport zu fördern“ gab es demnach Ende der 60er-Jahre Zuschüsse für diese Art Halle. Der Verein musste das Grundstück erwerben und das Fundament errichten, für den Rest sorgte damals das Land. 

Mehrjährige Verhandlungen 

Seit etlichen Jahren stand der LSV Sauerland mit den entsprechenden Landesbehörden in Kontakt. Ziel war es, die Trägerschaft und die Halle überlassen zu bekommen. „Fünfeinhalb Jahre haben wir mit dem Land gerungen“, sagt Kneer. Inzwischen aber gehöre das Objekt nun gänzlich dem Verein. 

Joachim Kneer berichtet auch, dass das Hallendach nun für eine fünfstellige Summe saniert werde. „Das neue Dach bezahlen wir“. Das Land übernehme aber die Kosten für die Entsorgung der asbesthaltigen Elemente. 

Arbeiten auch im Ikarus

Was die Flugzeuge anbelangt, so sind diese für den Zeitraum der Arbeiten in den übrigen Hallen auf dem Flugplatz-Gelände untergebracht. 

Voran geht es auch im ehemaligen Restaurant Ikarus, das die damalige Pächterin Katja Becker im Oktober geschlossen hatte. Am 1. Mai soll neu eröffnet werden mit einem italienischen Barbecue. Luca Pinato, bisher Inhaber des Ristorante Belvedere am Kohlberg, das er nach 15 Jahren an diesem Wochenende geschlossen hat, wird sich als Koch um den guten Geschmack kümmern. Die italienische Küche soll bleiben und um Tapas-Gerichte erweitert werden. 

Im ehemaligen Ikarus wird die Echterhage Holding als neuer Pächter diesen und auch den kaufmännischen Part übernehmen. Aktuell nimmt der Verein umfangreiche Renovierungsarbeiten im Flugplatz-Restaurant vor. Wie Jürgen Echterhage verrät, wird er dabei auch von der Brauerei Veltins unterstützt. Eine neue Restaurant-Homepage sei in Arbeit. 

Begegnungsstätte entsteht

Ein weiteres Großprojekt, unabhängig von der Hallendach-Sanierung, findet in der alten Segelflieger-Halle statt. Hier spielt die Europäischen Union als Geldgeberin eine wichtige Rolle. In der Halle wird eine „Come together“-Begegnungsstätte entstehen, die Jung und Alt für den Flugsport begeistern soll. Dafür werde die Kantine, die laut Kneer wohl noch aus den 50er/60er-Jahren stammt, entsprechend um- und ausgebaut. Eine Schulklasse soll anschließend hineinpassen. Der Raum kann auch Firmen und anderen Vereinen zur Verfügung gestellt oder auch für Familienfeiern genutzt werden. 

Die unterschiedlichen Flugschulungen in Theorie und Praxis zur Vorbereitung der verschiedenen Lizenzen könnten nach Abschluss der Arbeiten gut angeboten werden. Auch eine neue Trainingsmöglichkeit für den Segelkunstflug-Kader der Deutschen Nationalmannschaft soll dort mit geschaffen werden. 

Der neue Treffpunkt ist darüber hinaus viel besser geeignet, den Austausch und Kooperationen mit anderen Vereinen zu forcieren. 85 000 Euro Leader-Fördermittel erhält der Verein für das voraussichtlich im Mai 2019 startende Projekt.

Von Peter von der Beck

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