Agentur macht Bestandsaufnahme

Rund 400 Kilometer: Stadt überprüft Wirtschaftswege

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Wirtschaftswege in Neuenrade: Zum Teil sind sie auch asphaltiert und Teil eines Wegenetzes.

Neuenrade – Die Stadt gehört zu den größten Waldbesitzern in Neuenrade. Mehr als 300 Hektar sind es. Die Bewirtschaftung und Pflege wird alljährlich anhand eines Wirtschaftsplanes durchgeführt.

Ein nicht einfaches Unterfangen mit neuen Herausforderungen angesichts des Klimawandels. Bei der Planung und Ausführung wird die Stadt von den Förstern des Forstamtes Märkisches Sauerland beraten und unterstützt. Für den Bereich Neuenrade kümmert sich Förster Franz Josef Stein, für den Bereich Affeln ist es Frank Bossong. 

Um den Wald zu pflegen und zu hegen sind ordentliche Konzepte nötig und vor allem auch Wirtschaftswege, die in der Regel mehrere Funktionen erfüllen. Nicht nur Holztransport, sondern auch die Nutzung als Wanderweg. 

Multifunktionalität ist der Wunsch

So erscheint es sinnvoll, dass das Thema aufs Tapet kommt und im Zuge des Integrativen Kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) behandelt wird. Immerhin sind es 400 Kilometer Wirtschaftswege in Neuenrade, die in die städtische Nutzung mit einbezogen werden könnten. Ein Anteil ist natürlich auch in Privatbesitz, könnte nach Absprache aber mit in ein Nutzungskonzept integriert werden. 

Ein Wirtschaftsweg im Neuenrader Stadtwald.

Die damit befassten Fachleute sprechen dabei von der Multifunktionalität. „Je mehr Funktionen ein Wirtschaftsweg erfüllt, umso besser“, sagte Axel Sobirey, Fachmann bei der Agentur Wagu GmbH, die in Absprache mit Stadtmitarbeiter Richard Schwartpaul mit der Ausarbeitung des Konzeptes befasst ist. Demnach ist die Bestandsaufnahme bereits weitgehend erfolgt. 400 Kilometer Wegenetz sind kartiert. Mitarbeiter haben die Wirtschaftswege per Auto, Fahrrad oder zu Fuß erkundet und den Zustand des Wegenetzes dokumentiert. 

Projektgruppe hat sich gegründet

Es gibt inzwischen auch eine Projektgruppe mit den Beteiligten, darunter auch Privatiers und die Stadt unter Berücksichtigung einer touristischen Komponente. Ein erstes Treffen hat stattgefunden, das nächste ist in Arbeit. Auch die Öffentlichkeit werde noch beteiligt, hieß es von Axel Sobirey. 

Ziel ist es auch Landeszuschüsse zu ergattern. „Geld gibt es nur, wenn es ein Konzept gibt,“ sagt Schwartpaul kurz und schmerzlos. Welche Wege können wie gefördert werden, sollten erhalten werden und einen besonderen Zweck erfüllen, aber auch welche Wege sind zu vernachlässigen – all das wird unter anderem im Konzept stehen. Das sollen die Bürger mit entwickeln. Ein entsprechendes Treffen soll anberaumt werden.

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