Rückblick zum Auftakt der Freibadsaison

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Andreas Schönenberg. ▪

NEUENRADE ▪ „Im schönsten Wiesengrunde am Eingang vom Hönnetal, umrauscht von deutschen Wäldern nicht weit vom SG-Ehrenmal, da schaffen wir etwas Großes, etwas Neues für Jung und Alt, einen Born der Kraft und Gesundheit: Die Neuenrader Badeanstalt. Wie mag es lieblich sich plätschern in der zwei Bächlein kristallklarer Flut. Helft fördern das Werk ohn‘ Zagen und Zögern! Spannt an die Kräfte in Opfermut!“, ist auf einer Ansichtskarte zu lesen, die im Schwimmmeister-Häuschen am Rande des Beckens im Freibad Friedrichstal an längst vergangene Zeiten erinnert.

Am Samstagmorgen, pünktlich um 8 Uhr, öffnete Schwimmmeister Andreas Schönenberg zum ersten mal in diesem Jahr die Pforten für die Schwimmer und erinnert sich gut an die Geschichte des Bades. Früher, in seiner ursprünglichen Form, sei das Bad noch mit Wasser aus den beiden Bächen Winterlit und Brunnenbach gespeist worden. Bereits damals habe ein Gebäude auf dem idyllischen Gelände gestanden, wo auch heute noch eines steht. Früher hatte das zweigeschossige Haus als Umkleide-Gebäude fungiert. Heute empfängt die Schwimmer ein moderner Empfangs- und Umkleidebau, in dem zudem die Räumlichkeiten der Schwimmabteilung im TuS Neuenrade und die der DLRG-Schwimmer untergebracht sind.

16 Saisonkarten hat Andreas Schönenberg in den ersten beiden Stunden der noch jungen Saison verkauft, während im Becken nebenan einige der treuesten Schwimmer ihre Bahnen ziehen. Direkt um 8 Uhr hätten „die üblichen Verdächtigen“ auf den Einlass gewartet. Die Frühschwimmern gehören traditionell zu den ersten und auch treuesten Besuchern. Viele kämen jeden Tag ins Bad, sagt Schönenberg, der seit 12 Jahren die Verantwortung am Beckenrand trägt und sich die mit einem Kollegen im Zwei-Schicht-Betrieb teilt.

Am Wochenende hat das Bad ab 8 Uhr, montags ab 10 Uhr und an den übrigen Tagen ab 6.30 Uhr geöffnet. Heutzutage dürfen sich die Besucher über temperiertes Wasser freuen, während sie sich an die gute alte Zeit und die kristallklaren Fluten der zwei Bächlein erinnern. ▪ Markus Jentzsch

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