Rote Karte für Rassismus

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Mit allen Schülern freuten sich vor allem SV-Sprecher Finn Magiera, Thomas Plöger von Radio MK, Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann, Selma Hentschel, SV-Lehrer Janosch Eckert, Julia Kilian sowie SV-Sprecherin Beyza Yilmaz.

Neuenrade - Die Gemeinschaftsschule wurde gestern als „Schule ohne Rassismus“ zertifiziert. Ein Titel, den sich die Einrichtung aber noch verdienen muss.

Gegenseitige Akzeptanz, ein Leben in Gemeinschaft, Respekt und Zivilcourage – auf die spontane Frage von Schulleiterin Astrid Tillmann, was man gegen Rassismus tun könne, konnten die Schüler in der Aula der Gemeinschaftsschule treffend anworten. In Zukunft aber werden sie zudem zeigen müssen, ob sie die Zertifizierung, die sie gestern von der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekamen, leben und auch anwenden können.

Lehrerin Selma Hentschel und Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann hatten die Idee, das Zertifikat an „ihre“ Schule zu holen. Bei dem bundesweiten Projekt wird Schülern die Möglichkeit geboten, das Klima an ihrer Schule mitzugestalten und sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung stark zu machen. Mit der Zertifizierung, die ihnen Projekt-Mitarbeiterin Julia Kilian überreichte, verpflichtet sich die Schule nun, einmal im Jahr ein großes Projekt gegen Rassismus zu initiieren. Man wolle es zur zentralen Aufgabe machen, die Schüler nachhaltig mit dem Thema vertraut zu machen. Neben Astrid Tillman lobten auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse sowie Thomas Plöger vom Projekt-Paten Radio MK das Engagement der beiden Pädagogen und die Einsatzbereitschaft aller Schüler und auch Lehrer, die im Vorhinein ihr postives Votum in Form von Unterschriften für das Projekt abgaben.

Schulleiterin Tillmann bezeichnete den gestrigen Tag als „Meilenstein“ in der noch jungen Geschichte der Gemeinschaftsschule: „Das Projekt verleiht der Einrichtung ein ganz individuelles Gesicht.“ Sie wünsche sich, den Schülern Zivilcourage, Weltoffenheit und auch Demokratie nahe zu bringen. Die Schüler selbst würden nun in die Verantwortung genommen, das Projekt lebendig werden zu lassen und Toleranz nicht nur selbst auszuüben sondern an Mitschüler auch weiterzugeben.

Von Friederike Domke

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