Neuenrader wandeln auf Napoleons Spuren

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Klaus Peter Sasse möchte sich nach seiner Amtszeit im Museum engagieren. Er und Dr. Rolf Dieter Kohl holten sich einige Tipps von Dr. Trox, der die Ausstellung im Rathaus besuchte.

Neuenrade -  Dr. Rolf Dieter Kohl zeigt sich mit der Resonanz auf seine Ausstellung „Neuenrade unter dem Großherzogtum Berg“ (1808 bis 1813), welche die Napoleonische Zeit im Sauerland betrachtet, recht zufrieden. Rund 100 Menschen hatten sich demnach bis zum Ende der vergangenen Woche über diesen Zeitabschnitt Neuenrader Geschichte informiert und auch den Ausstellungskatalog gerne mitgenommen.

Von Peter von der Beck

Sie hörten von Neuenrader Fahnenflüchtigen, die sicher keine Lust hatten, sich in Napoleonischen Armeen verheizen zu lassen, lernten etwas über die damalige Mode, den Code Napoleon oder dass Neuenrade zum „Arrondissement Hagen“ gehörte.

Die kleine aber feine Vitrinenausstellung des Stadtarchivs im Rathausfoyer wollte sich jüngst auch Dr. Eckhard Trox nicht entgehen lassen. Und so schaute der Wissenschaftler vom Fachdienst Kultur und Denkmalschutz der Stadt Lüdenscheid und für das Lüdenscheider Geschichtsmuseum zuständig, im Neuenrader Rathaus vorbei. Er lobte die Ausstellung und verwies unter anderem auf die Auswirkungen der Napoleonischen Zeit, die man heute noch zum Teil spüre. Ohne Napoleons Rechtsvereinheitlichungen würde man in Deutschland heute noch die Elle benutzen, erläuterte Trox unter anderem.

Klare Sache, dass neben Dr. Kohl auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse den Fachmann begrüßte und dabei gleich die Gelegenheit ergriff, um mit dem Mann das ein oder andere zum Neuenrader Statt-Museum-Projekt an der Ersten Straße zu diskutieren. Trox empfahl dabei, bei der musealen Einrichtung zur Stadtgeschichte vor allem bei der Eröffnungsphase für größtmögliche Aufmerksamkeit zu sorgen. Sasse, der nach seiner Amtszeit gerne beim Museum mitwirken wird, verwies zudem darauf, dass man auch durch regelmäßige Sonderausstellungen das Interesse wachhalten möchte.

Die von Stadtarchivar Dr. Rolf Dieter Kohl (in Verbindung mit dem Verein für Geschichte und Heimatpflege) konzipierte Ausstellung ist noch bis zum 9. April im Rathausfoyer während der Öffnungszeiten zugänglich.

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