Rita Gierse: Die Garten-Architektin aus Affeln

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Rita Gierse sitzt in ihrer grünen Oase am Bernhard-Neuhaus-Weg.

Affeln - „Mein Geschmack ist ganz anders als der meines Vaters“, sagt Rita Gierse. Aber die Leidenschaft fürs Gärtnern sei ihr gleichwohl in die Wiege gelegt worden.

Ihre Eltern und auch schon deren Eltern hätten diese Begeisterung bereits schon in sich getragen. Ihr Vater habe aber klare Strukturen und große Blumen gemocht. „Ich mag dann eher Wildhafteres und Zarteres.“ 

Am Wochenende öffnete Gierse zum wiederholten Male im Rahmen der Aktion „Offene Gärten im Ruhrbogen“ ihr Outdoor-Refugium – und erneut strömten die Gäste in den Grünbereich hinter ihrem Haus. 

Verwunschener Cottage-Garten

„Der Gartenplan war früher fertig – akribisch aufgezeichnet – als die Inneneinrichtung“, erinnert sich die Affelnerin an 2004, als sie in den Bernhard-Neuhaus-Weg zog. „Ich wollte einen verwunschenen, englischen Cottage-Garten.“ 

Doch auch 15 Jahre später sei noch nicht alles fertig. So plane sie etwa immer noch eine Begrünung des Garagendaches. Dann lächelt sie und stellt klar: „Ich habe noch genug Ideen.“ 

Viele Faktoren zu berücksichtigen

Das nutzen ihre Freunde und Bekannten. Immer wieder wird sie gebeten, einen fremden Garten zu planen. Das mache sie gerne und brauche dann stets viele Stunden dafür. „Bodenbeschaffenheit, Licht, Sonneneinstrahlung“, zählt Gierse die Faktoren auf, die sie – abgesehen vom persönlichen Geschmack des Garteninhabers und dessen finanziellen Mitteln – vorrangig dabei berücksichtigen müsste. 

Was sie allerdings nicht in ihre Überlegungen mit einbeziehe, seien die Mondphasen. „Das halte ich für Tinnef“, positioniert sie sich klar und bodenständig. 

Werkeln ist keine Last

Das Werkeln im Außenbereich ihres Grundstückes sei für sie keine Last. „Das ist für mich keine Arbeit. Ich mache das lieber als Fensterputzen“, stellt sie klar. „Wenn ich Stress habe, gehe ich raus in den Garten. Nach einer Stunde weiß ich nichts mehr vom Alltag.“ Ihre Pflanzen lösten zwar keine großen Probleme, aber lenkten schon vom Unwichtigen ab. 

Sie beobachtet ihren Garten sehr genau, macht Fotos, um zu sehen, was wo funktioniert und was nicht. Gelegentlich müsse man eben auch Dinge verändern. Dann zeigt sie ans andere Ende ihrer Wellness-Oase: „Da hinten habe ich jetzt Lavendel angepflanzt. Sonst hält sich bei der Hitze und Trockenheit dort nichts mehr“, spielt sie auf das extreme Sommerwetter an. 

Im Urlaub gerne nach England

Der Winter ist für Gierse gleichwohl das größere Problem: „Die sind mir immer viel zu lang, weil ich dann ja kaum was im Garten machen kann“, gibt sie zu. In der kalten Jahreszeit plane sie deshalb ihren Urlaub und Tagesausflüge. Die Ziele suche sie stets danach aus, wo es schöne Gärten zu sehen gebe. Kein Wunder also, dass sie schon einige Male in England war. „Und ich muss da bald einmal wieder hin“, schwärmt sie von ihrem Lieblingsziel.

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