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Richtfest für neuen Aldi-Markt im MK: Kunden können noch vor Weihnachten kommen

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Von: Peter von der Beck

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Sie alle freuen sich über das Richtfest für das fünf Millionen Euro schwere Bauprojekt. Es wird trotz der Turbulenzen in der Baubranche rechtzeitig fertig.
Sie alle freuen sich über das Richtfest für das fünf Millionen Euro schwere Bauprojekt. Es wird trotz der Turbulenzen in der Baubranche rechtzeitig fertig. © von der Beck, Peter

Wer demnächst im neuen Aldi-Markt an der Niederheide in Neuenrade einkauft, wird kaum ahnen, welcher Aufwand hinter dem Bau eines solchen neuen Discountermarktes steckt.

Von der ersten Idee über Pläne, Diskussionen, Gutachten, kommunalpolitische Entscheidungen, behördliche und baurechtliche Angelegenheiten, über Anhörungen, Abwägungen, den ersten Spatenstich Anfang Juli bis hin zum Richtfest am Mittwoch war es ein weiter Weg, der zeitlich weit mehr als vier Jahre in Anspruch genommen hatte.

Dass der Bau dabei trotz Starkregenereignis Mitte Juli, trotz Handwerkerknappheit und der schwierigen Materialbeschaffungssituation in der Branche nun im Zeitplan ist, zeugt von planerischem Können und dem guten Zusammenwirken der vielen Gewerke. Rund fünf Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt. Bauherr ist die Volksbank-Tochter VR Südwestment, vertreten durch Geschäftsführer Volker Schwarz und Sebastian Janik. Projektentwicklung und Generalbau kommt von der Eco.Plan mit Manfred Höhne und Ruth Echterhage; weitere Beteiligte sind Frank Seidel von GU Eiffage, Stefan Blankenagel von Kettler und Blankenagel, Firma Ossenberg unter anderem mit Dirk Fiedler.

Innenausbau muss noch erfolgen

Einiges ist noch zu tun: Die Umlage muss noch hergerichtet werden. Der Innenausbau des riesigen Aldi-Marktes steht auch noch auf dem Plan. Ossenberg will gar mit drei Kolonnen kommen.

Das Richtfest hatten sich alle Beteiligten denn auch verdient. Es komme selten vor, dass überhaupt noch eins gefeiert werde, erläuterte Manfred Höhne. Zu eng seien die Zeitkorsetts heutzutage gestrickt. Um so mehr schienen sich alle Beteiligten zu freuen, dass diese Tradition wieder auflebte.

Einkauf kann noch vor Weihnachten beginnen

Höhne lobte in seiner Rede die Hand- und Bauwerker, zollten ihnen, die zum Teil schwere körperliche Arbeit leisteten, viel Respekt. Und er hatte die gute Nachricht im Gepäck, dass trotz der widrigen Umstände wie Starkregen im Juli und branchenweiter Materialknappheit der Bau wohl Ende November Anfang Dezember fertig sein werde. Gut zehn Tage benötige Aldi dann zum Einräumen. „Noch vor Weihnachten können die Neuenrader dort einkaufen“.

Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann hielt ein kleine Rede, verwies mit einem gewissen Augenzwinkern darauf, dass er jetzt nicht mehr bei jeder Goldhochzeit sagen müsse, wann denn der Aldi-Markt in Neuenrade fertig werde. Auch er lobte die Handwerker und hatte noch ein Geschenk für den Bauherrn.

Applaus, Getränke und gutes Essen

VR-Südwestment-Geschäftsführer Schwarz bewies auch Humor, erzählte, dass er angesichts der Materialknappheit schon mal zwischendurch die Luft angehalten habe, weil die Sache mit den Stahlträgern brenzlig war. „Dann hätten zwar 100 Leute parken aber nicht einkaufen können“. Und auch er lobte die Bauarbeiter.

Was alles so drum und dran hängt an so einem Bau hatte schließlich Bauleiter Lukas Flüchter dann noch in einem amüsanten und gereimten Richtspruch zusammen gefasst. Dafür gab es für ihn viel Applaus. Reichlich Getränke gab es dann noch und gutes Essen. Alle Beteiligten gönnten sich einen entspannten Feierabend.

Hallenbad wohl kein Thema

Bleibt noch zu erwähnen, dass für den Investor VR Südwestment der Bau eines Hallenbades an Stelle eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück wohl derzeit kein Thema ist. „Es gab bisher nur ein inoffizielles Gespräch“, sagte Schwarz.

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