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Rewe an der Werdohler Straße schließt zum Ende des Jahres

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Von: Peter von der Beck

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Der Rewe Ihr Kaufpark Markt an der Werdohler Straße.
Der Rewe Ihr Kaufpark Markt an der Werdohler Straße © Peter von der Beck

„Wir bedauern es sehr, müssen den Standort aber zum Ende dieses Jahres leider schließen. Durch den rückläufigen Kundenstrom ist die Rentabilität des Marktes leider nicht mehr gegeben.“

Neuenrade –Kurz und knapp hält Rewe Dortmund die Bestätigung zur Schließung des Rewe-Kaufparks an der Werdohler Straße. Auf weitere Nachfrage teilt man mit, dass bei Schließungen stets versucht werde, jedem Mitarbeiter eine Weiterbeschäftigung in umliegenden Rewe-Märkten anzubieten: „Das wird auch hier der Fall sein.“

Was die Nachfolge im Objekt anbelangt, so verwies man auf den Vermieter. Fragen unserer Redaktion zu den Ursachen zum Nachlassen des Kundenstroms beantwortete die Kommunikationsabteilung nicht.

Stimmungsbild bei der Kundschaft

Die Kunden bedauern die Schließung. Ursula Schaube zum Beispiel war nicht glücklich über diese Nachricht: „Wir hatten zwar damit gerechnet. Jetzt müssen wir uns aber umorientieren.“ Leicht geschockt zeigte sich auch Michaela Reddig, die sagte, dass man dann in der oberen Stadthälfte nun keine Einkaufsmöglichkeit mehr habe. In sozialen Medien wird ebenfalls Frust über die Schließung geäußert.

Im Kaufpark selbst waren auch keine weiteren Details über die Rahmenbedingungen der Schließung zu erfahren. Die Belegschaft hielt sich mit Aussagen bedeckt und verwies auf den Marktleiter. Der Marktleiter wiederum verwies auf die Pressestelle bei Rewe Dortmund.

Carl Grote lobt Standort an der Werdohler Straße

Auch die Bäckerei Grote als Mieter wird sich nach dem jetzigen Stand eine andere Bleibe suchen müssen. „Wir haben zum 30. Juni von Rewe die Kündigung erhalten und werden bis zum 31. Dezember an dem Standort dort bleiben können“, sagte Carl Grote.

Der Geschäftsführer aus Balve-Garbeck hofft allerdings, dass sich dort eine Lösung auftut, die ihm entgegen kommt. „Seitdem wir 2013 in den Rewe gewechselt sind, haben wir deutlich mehr Kunden.“

Angesichts der Parkmöglichkeiten, der Kundenfrequenz und der Tatsache, dass man in der Oberstadt als Bäcker quasi ein Alleinstellungsmerkmal habe, sei das dem Umsatz förderlich gewesen, ließ der Geschäftsführer durchblicken.

Sogar Kundschaft vom Altenaer Nettenscheid habe er gehabt. „Wir waren dort bislang sehr, sehr zufrieden.“ Dass der neue Aldi möglicherweise Kunden weggelockt habe, kann er aus seiner Warte nicht bestätigen. Er habe hingegen gehört, dass die Baustelle Bahnhofstraße im dortigen Bezirk Kundschaft gekostet habe.

Weiternutzung des Gebäudes

Was den Eigentümer/Vermieter des Objekts anbelangt, laut Grote die HTF Capital GmbH in Düsseldorf, so war auch von dort nichts über die Zukunft des Gebäudes zu erfahren.

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