„Renaissance der IG Metall“

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Bernd Schildknecht, Alexander Temp und Detlef Wetzel bei der erweiterten Delegiertenversammlung.

NEUENRADE ▪ Bei der IG Metall herrscht derzeit eitel Sonnenschein. Detlef Wetzel, immerhin Zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft spricht von einer „Renaissance der IG Metall“. Wetzel war gestern im Kaisergarten.

Dort fand die erweiterte Delegiertenversammlung statt. Wetzel und der IG-Metallbevollmächtigte Bernd Schildknecht von der Verwaltungsstelle Werdohl-Iserlohn und der Verwaltungsstelle Lüdenscheid präsentierten eine nach ihren Aussagen wieder erstarkte Gewerkschaft, die insbesondere bei jungen Menschen punkte und viel Zulauf erhalte.

Zudem werde die Gewerkschaft völlig neu aufgestellt. In der zentralen Verwaltung erheblich abgespeckt, werde das eingesparte Geld vor Ort in den Verwaltungsstellen investiert. Zudem steht eine Fusion ins Haus. Ab Januar wird es nur noch die IG-Verwaltungsstelle Märkischer Kreis geben. Die Verwaltungsstelle wird damit zur sechstgrößten in NRW mit 23000 Mitgliedern. 1700 Betriebsratsmitglieder habe man, verteilt auf knapp 290 Betriebe.

Gute Arbeit werde dort geleistet betonte Wetzel und sagte, dass die Lüdenscheider Verwaltungsstelle „seit vielen Jahren eine der erfolgreichsten in Deutschland“ sei. Schildknecht sagte dazu, dass das auch Ergebnis der erfolgreichen Arbeit in den Betrieben sei. Ob aktive Senioren oder Jungfunktionäre. Es wirke, weil man sich kümmere. Und die Zahlen sprächen für sich: 870 Neuaufnahmen habe man jüngst zu verzeichnen.

Und was die Investition vor Ort anbelangt: Dabei geht es darum, in jenen Betrieben aktiv zu werden, die bislang noch keinen Betriebsrat haben. Das sei eine schwierige Arbeit, doch man bekomme hier im Kreis Unterstützung durch die Mitarbeiterin Dina Temme. Gestern präsentierten die Gewerkschaftsbosse noch einen jungen Funktionär. Alexander Temp aus Iserlohn sammelte fast 30 Neuaufnahmen von Azubis.

Wetzel betonte: Die Gewerkschaft besetze Themen die jungen Menschen bewegen würden. Dazu zähle das Los mit den unbefristeten Stellen und die schlecht bezahlte Leiharbeit. Und bei vielen, auch bei leitenden Angestellten, setze sich die Erkenntnis durch, dass man eben nur gemeinsam, eben in der IG Metall, stark sei.

Organisatorisch bestens aufgestellt und im Aufwind will die IG Metall im nächsten Tarifvertrag die unbefristete Übernahme nach der Lehre festgeschrieben sehen. Leiharbeit soll massiv reduziert werden.

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