Die digitale Verwaltung

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Die Vorgänge zu Rat, Ausschüssen und Verwaltung können bald online abgerufen werden. ▪

NEUENRADE ▪ Neuenrade soll den Anschluss an die digitale Welt verbessern. Das Ratsinformationssystem wird wohl Realität und wenn es nach den Wünschen der FDP geht, soll es bald auch eine Neuenrade-App geben. Bald ist die Sitzungsperiode um – dann wird das Ratsinformationssystem wohl installiert werden.

Aktuell läuft die Testphase, an der sich diverse Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter beteiligen. Läuft alles rund, wird es ernst. Damit ist die Neuenrader Verwaltung dann auf dem Stand anderer Kommunen, die das Informationssystem schon seit langem nutzen. Etliches gilt es dabei zu beachten, angefangen bei der Schaffung eines neuen Ortsrechtes bis hin zu Datenschutzrechtlichen Problemen. Die Sache mit dem Test durch Personen, die außerhalb der Verwaltung sitzen, hat sich Hauptamtsleiter Dierk Rademacher einfallen lassen. Die brächten neue Sichtweisen mit ein, so vermeide man Betriebsblindheit, sagte Rademacher.

Der Vorteil des Systems liege dabei nicht unbedingt beim Papiersparen sondern darin, politische Prozesse, Entscheidungen der Verwaltung transparenter zu machen, hieß es im Rahmen der des Diskussionsprozesses in Rat und Ausschüssen.

Auf der Höhe der Zeit soll die Stadtverwaltung sein und dabei geht es auch um Service für Neuenrader und Touristen, die sich gerne per Mobiltelefon informieren. Dazu hat die FDP einen Antrag gestellt. Die Liberalen schlagen vor, dass die Verwaltung die Möglichkeit prüfen möge eine so genannte Neuenrade-App einzuführen. Dabei handelt es sich um ein kleines Programm, das auf so genannte Smartphones – Minicomputer mit Telefonfunktion – installiert werden kann, um damit dann Zugriff auf hilfreiche Daten von der Stadtverwaltung zu bekommen. Das kann nach den Vorstellungen der FDP der Neuenrader Veranstaltungskalender, die Öffnungszeiten touristischer Attraktionen wie der Motte, aber auch die Seiten der Vereine, Service-Angebote der Verwaltung oder aber Infos über frei werdenden Objekte sein, die ohne großen Aufwand abgefragt werden können. Auch Beschwerden und Anregungen könnten App-Inhaber dann unkompliziert an die Stadt weiterleiten. „So kann der verschmutzte Kinderspielplatz mit dem Smartphone fotografiert und Standort und Mängelbeschreibung über das App an die Verwaltung gesendet werden.“ Der Vorgang dauere nur Sekunden, der Gang ins Rathaus zu bestimmten Öffnungszeiten entfalle.

Zudem verweisen die Liberalen auf die App Werdohls und regen an, in dieser Angelegenheit interkommunale Zusammenarbeit anzuregen. Sinnvoll wäre es zudem einen entsprechenden Entwicklungsauftrag an eine studentische Arbeitsgruppe zu geben. So habe es übrigens die Stadt Osnabrück erfolgreich getan. ▪ Von Peter von der Beck

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