Projekt "Radwege im Sorpeland"

Radeln in Neuenrade: So soll die Infrastruktur besser werden

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Der Ausbau des Radwegenetzes in Neuenrade gestaltet sich auch aufgrund der Topografie schwierig. Um endlich voranzukommen, schließt sich Neuenrade nun mit den Nachbarstädten Balve, Sundern und Arnsberg zusammen.

Neuenrade – „Wir versuchen das Thema Radwege schon seit langer Zeit voranzubringen. Aber schon aufgrund der Topografie ist es in Neuenrade schwierig“, stellte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses fest.

Deshalb habe man sich zur Teilnahme an dem Leader-Projekt „Radwege im Sorpeland“ entschlossen. 

„Die Stadt Neuenrade möchte sich gemeinsam mit den Nachbarstädten Balve, Sundern und Arnsberg dort einbringen, um ein attraktives und sicheres Radwegenetz aufbauen zu können“, erläuterte Wiesemann, was sich konkret hinter der Projektidee verbirgt. 

Kosten von 50.000 Euro

Die Kosten für die Erstellung des Leader-Mobilitätskonzeptes belaufen sich auf insgesamt 50 000 Euro. Gefördert werde das Projekt mit 32 500 Euro, so dass auf jede der beteiligten Kommunen ein Eigenanteil in Höhe von gut 4000 Euro zukomme. „Wir müssen uns in der ganzen Region vernünftig verknüpfen, um weiter zu kommen“, erklärte der Bürgermeister. 

Das Projekt „Radwege im Sorpeland“ beschäftigt sich in erster Linie mit der Verbesserung der regionalen Infrastruktur für den Radverkehr in der gesamten Leader-Region. „Dazu zählen neben Radwegen und einer durchgehenden Radewegebeschilderung bespielsweise auch Abstellmöglichkeiten, touristisch attraktive Radrouten, Servicestationen, Mobilstationen oder auch Events“, heißt es auf der Leader-Internetseite. 

Sinnvolle Verknüpfung als Ziel

Der Radverkehr solle dabei nicht singulär betrachtet werden. Wichtig sei die sinnvolle Verknüpfung mit Angeboten des öffentlichen Verkehrs sowie des privaten Autoverkehrs, um die Aktzeptanz für den Radverkehr in der Region weiter zu erhöhgen. Gleiches gelte für die Trennung von Rad- und Fußverkehr, so dies möglich sei. Daher gehe es in besonderem Maße auch um die Vermeidung möglicher Nutzungskonflikte mit Fußgängern. „Ziel ist es, mehr Menschen zur Nutzung des Fahrrades für ihre alltäglichen Fahrten zur Arbeit und Schule, zum Einkauf sowie zur Freizeit zu motivieren“, so die Projekt-Beschreibung. 

Die Förderung des Radverkehrs in der Hönnestadt beschäftigt auch die Einwohner Neuenrades. Zuletzt hatte sich ein Neuenrader während der Sitzung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses am 20. Januar darüber beschwert, dass in Neuenrade „kein Geld für den Bau von Fahrradwegen ausgegeben werde“. 

Stadt sind Probleme bekannt

Während der Einwohnerfragestunde merkte er zudem an: „Man sucht vor den Neuenrader Geschäften vergeblich nach einem Platz, wo man sein Fahrrad abschließen kann.“ Bauamtsleiter Marcus Henniger räumte ein, dass die Situation in Neuenrade schwierig sei: „An vielen Straßen ist kein Platz für den Bau von Radwegen.“ Bedingt durch die Hauptverkehrsachse in Neuenrade, die Bundesstraße 229, seien die Möglichkeiten zur Radwegeführung sehr begrenzt.

Weitere Infos zu den aktuellen Leader-Projekten unter www.leader-sein.de.

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