Radboxen am Bahnhof werden kaum genutzt

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Die Fahrradboxen am Neuenrader Bahnhof werden bislang kaum genutzt.

Neuenrade - Im Spätherbst 2017 wurden die Fahrradboxen auf Wunsch der Politik, es gab dazu einen Antrag der Freien Wählergemeinschaft (FWG), am Neuenrader Bahnhof installiert. 

Zu 90 Prozent finanziert mit Fördergeld im fünfstelligen Bereich aus einem Topf für den öffentlichen Nahverkehr Ruhr-Lippe, sollten sie Fahrradfahrern eine sichere Unterstellmöglichkeit für ihre Carbonpferde und Drahtesel bieten.

Nutzung ist kostenlos möglich 

Der Service kostet den Fahrradnutzer nichts, lediglich ein Pfand in Höhe von 10 Euro muss für den Schlüssel abgegeben werden, die Nutzung ist auf eine Woche beschränkt, die Stadt haftet nicht. Den Schlüssel gibt es bei den Stadtwerken, die ihn nur zu den Geschäftszeiten herausgeben können – eine Nutzung für Wochenendausflügler fällt damit flach. Die Nutzung der Boxen ist, um es vorsichtig zu formulieren, überschaubar. Nur ein junger Bauhof-Mitarbeiter nutzt eine Box langfristig. Er habe noch keinen Führerschein und würde mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, hieß es auf Nachfrage. Die anderen beiden Boxen wurden bislang so gut wie nie genutzt. Zumindest kann sich die zuständige Mitarbeiterin bei den Stadtwerken gar nicht daran erinnern, dass sie die Schlüssel im vergangenen Jahr schon mal heraus gegeben habe. 

Die drei Boxen haben rund 2500 Euro gekostet, hinzu kommt der Aufwand für das Aufstellen und die Pflasterarbeiten. Die Boxen sind zum Beispiel für Berufspendler gedacht: Um zur Haltestelle oder zum Bahnhof zu gelangen, nutzen vorzugsweise im großstädtischen Raum viele das Fahrrad. Der Rest der Strecke wird dann eben mit dem ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) zurückgelegt. Um das zu fördern und Fahrradfahren und Bus-/Bahnnutzung besser miteinander zu verbinden, gibt es Bike+Ride-Stationen. Dort können die Räder geparkt werden. Fahrradboxen sind dabei besonders beliebt. 

Mehr Bedarf in Iserlohn 

Am Iserlohner Bahnhof stehen etliche Fahrrad-Boxen. Die werden dort allerdings so gut von Pendlern genutzt, dass zwischenzeitlich weitere Boxen angeschafft werden mussten. 

Von Peter von der Beck

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