Queen in der Kirche: Rockkonzert in Neuenrade

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Königliches Duo: Roman Metzner und Aaron Perry präsentieren Stücke von Queen in der Kirche St. Mariä Heimsuchung in Neuenrade.

Neuenrade - Das Duo "The Royal Squeeze Box" brachte mit Queen Schwung in die Neuenrader Kirche Mariä Heimsuchung. Dafür sorgte auch eine Fahrradklingel.

Freddie Mercury bleibt unvergessen: Mitreißend war die Stimmung am Sonntagabend beim Konzert des Duos „The Royal Squeeze Box“, das sich ausschließlich der Musik von Queen verschrieben hat. 

Weil Mercury etwas übrig hatte für Späße, Chorgesang, rhythmisches Klatschen und Fahrradklingeln, hatten die vielen Besucher in der Kirche St. Mariä Heimsuchung mehr als genug zu tun. Am Ende freuten sich der stimmstarke Sänger Aaron Perry und Akkordeon-Spieler Roman Metzner sichtlich darüber, dass sie ein ganzes Kirchenschiff in Aktion versetzt und dafür stehende Ovationen geerntet hatten. 

Ein Titel von Queen passte besonders gut zur Stimmung beim Konzert in der Kirche: „A kind of magic“. Rock-Musik in der Kirche? Roman Metzner, der auch als Moderator fungierte, erinnerte daran, dass ein Titel wie „Somebody to love“ durchaus von der Liebe zu Gott handele und gospelartige Sequenzen aufweise. 

Raum für den Tod

Und auch der Tod bekam Raum: Im Lied „It’s a beautiful day“ sang der todkranke Freddie einst: „These were the days of my life“. Ebenso wie in den zwei Strophen von „Mother love“ – eine Liebeserklärung an die Mutterliebe. Zum Auftakt schlugen Aaron Perry und Roman Metzner ruhige Töne an – mit den Balladen „You take my breath away“ und „Nevermore“. 

Klingel beim "Bicycle Race"

Es folgten zunächst hörenswerte Queen-Titel, die nicht so intensiv im kollektiven Gedächtnis hängen geblieben sind wie die Klassiker „We will rock you“ und „We are the champions“. Auch sie bekamen die Besucher zu hören. Nach einem Gastauftritt mit zwei Gospeln begleitete der Shalomchor die beiden Musiker. Zwischen Nachdenklichkeit und Arena-Stimmung lagen Perlen der Rockmusik, bei denen Roman Metzner immer wieder Freddie Mercurys außergewöhnliche Kompositionsideen würdigte: „Bicycle Race“ wartet mit vielen Raffinessen auf, passenderweise hatte ein Besucher sogar eine Fahrradklingel mitgebracht. 

Alles andere als Massenware

Musikgeschichte schrieb „Bohemian Rhapsody“. Dem Lied verlieh das Publikum Kraft, indem es „Mama“ und „Galileo“ kräftig mitsang. Und so fiel gar nicht mehr auf, dass die beiden Musiker „als Duo doch relativ wenige Leute sind“. Den „Millionaire-Waltz“ präsentierte Roman Metzner als „so etwas Ähnliches wie die Bohemian Rhapsody“ – abwechslungs- und ideenreich und von der Komposition alles andere als Massenware. Beim Walzer kam zudem das Akkordeon in seinen besonderen Qualitäten zur Geltung. Manche Besucher animierte es zum Schunkeln. 

„Radio Gaga“ nahm diesen Impuls mit einem Zwischenspiel im Dreivierteltakt auf. Das Stück brachte erneut Bewegung ins Kirchenschiff, bevor das Konzert mit dem „Great Pretender“ ausklang.

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