„Quartier am Stadtgarten“ Weihnachten 2012 fertig

Derzeit türmen sich die Schutthaufen meterhoch im Stadtinneren.

NEUENRADE ▪ Die Abrissarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren – bis kommende Woche sind die Bagger noch am Vaterland-Gelände aktiv.

Dann beginnen die Stabilisierungsarbeiten. „Der Boden ist zu weich“, erklärt Ruth Echterhage im Gespräch mit der Redaktion. Die Geschäftsführerin der Echterhage Holding führte aus, dass das Gelände zudem abschüssig sei. Daher werden die neuen Gebäudeteile später auf sechs bis acht Meter langen Bohrstäben („wie Stelzen“) stehen.

Nach dem Winter soll mit den Hochbauarbeiten begonnen werden. Bei dem „Quartier am Stadtgarten“ geht es insgesamt um vier einzelne Hausteile. Davon werden zwei Teile neu gebaut, ein weiterer wird saniert. Denn: In den beiden unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteilen des alten Vaterlandgeländes sollen acht bis elf Wohnungen errichtet werden.

„Wir haben auf diesem Gebiet große Erfahrung“, erklärt Ruth Echterhage. Bereits unmittelbar nach der Wiedervereinigung hat Echterhage in Dresden viele denkmalgeschützte Bauten ausgebaut. Echterhage: „Die Wohnungen haben nichts mehr mit Altbau zu tun. Wir entkernen komplett. Für die Bewohner ist es wie in einem Neubau. Es wird auch ein Aufzug eingebaut. Nur die Hülle des Gebäudes bleibt also wie bisher bestehen.“ Neben den Wohnungen im Altbau sollen weitere 34 Wohnungen in den Neubauten entstehen. Von den insgesamt 42 bis 45 Wohnungen sollen 30 vermietet und die anderen als Eigentumswohnungen verkauft werden.

Insgesamt werden 26 000 Kubikmeter umbauter Raum geschaffen. Insgesamt werden 4400 Quadratmetern als Wohnfläche zur Verfügung stehen. Dazu kommen weitere 750 Quadratmeter Geschäftsfläche – die an drei bis vier Einzelhändler vermietet werden sollen.

Die Wohnungen sollen für Menschen ab dem Alter „55+“ sein. Ähnlich wie im bereits realisierten Mühlendorf soll älteren Menschen die Möglichkeit gegeben werden, in „Würde zu Altern“. Denn: Dank modernster Technik können die Bewohner per Kopfdruck an einer speziellen Uhr im Fall der Fälle Hilfe alarmieren.

Außerdem seien alle Wohnungen seniorengerecht – andere barrierefrei oder behindertengerecht. Durch die zentrale Lage soll es den Menschen möglich sein, fußläufig alles zu erreichen. Discounter und Rathaus seien einen Katzensprung entfernt. Andere Angebote soll das Haus machen. „Es wird zum Beispiel einen Briefkasten geben, wo Rezepte eingeworfen werden können – die Medikamente werden dann geliefert.“ Die große Nachfrage bestätige den Weg. ▪ Matthias Clever

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