Drogen und Falschgeld: Bande aus MK vor Gericht

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(Symbolfoto)

Neuenrade – Drei Männer im Alter von 23, 24 und 33 Jahren aus Neuenrade müssen sich ab Donnerstag wegen verschiedener Drogendelikte vor der 6. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen verantworten. Ihnen wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen vorgeworfen.

Die Angeklagten sollen in zahlreichen Fällen gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben. Der 23-jährige Angeklagte soll sich mit seinem älteren Bruder und seinem Cousin, dem 24-jährigen Angeklagten, zu einer Bande zusammengeschlossen haben, der sich später auch der 33-jährige Angeklagte angeschlossen habe. Kopf der Bande soll der noch flüchtige Bruder des Hauptangeklagten gewesen sein.

Marihuana-Plantage

Neben weiteren angeklagten Straftaten soll die Bande insbesondere seit November 2018 in Werdohl eine Marihuana-Plantage betrieben und aus einer ersten Ernte mehr als 5 Kilogramm erzielt haben, wovon bei einer Wohnungsdurchsuchung im März noch gut 4 Kilogramm gefunden worden seien, heißt es in der Anklage. Eine weitere Ernte von 209 Pflanzen habe dabei kurz bevor gestanden.

Weiter soll die Bande Kokain aus Dortmund bezogen und in Neuenrade gelagert und dann weiterverkauft haben, wobei es sich in einem Fall im November 2018 um Kokain im Wert von 500 Euro und in einem weiteren Fall im Februar 2019 um ein halbes Kilogramm Kokain gehandelt haben soll.

Amphetamin-Küche

Außerdem soll die Bande in der Wohnung einer weiteren Mittäterin in Neuenrade eine Amphetamin-Küche betrieben und dort aus Amphetaminöl verkaufsfertiges Amphetamin hergestellt haben. Von September bis Oktober 2018 sollen sie bereits Amphetamin für mehr als 20.000 Euro an verschiedene Abnehmer verkauft haben. Im Februar 2019 soll dann weiteres Amphetamin hergestellt worden sein, von dem bei der Durchsuchung noch knapp 2 Kilogramm aufgefunden worden seien.

Schließlich soll die Bande weiteres Marihuana aus Iserlohn-Letmathe bezogen haben und zwar im Februar 2019 mindestens 1,4 Kilogramm und im März 2019 mindestens 2,6 Kilogramm.

Falschgeld

Dem 24-jährigen Angeklagten wird darüber hinaus vorgeworfen, sich Falschgeld im Nennwert von 1900 Euro verschafft zu haben, um es als echt in den Verkehr zu bringen. Für den bandenmäßigen Anbau und das bandenmäßige Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sieht das Gesetz in jedem einzelnen Fall in der Regel eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor. 

25 Verhandlungstage

Die drei Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Der 23-jährige soll bereits wegen des Handels von Dopingmitteln und gefährlicher Körperverletzung vorbestraft sein. Die beiden anderen Angeklagten sind nicht vorbestraft. Der Prozessauftakt vor dem Landgericht Hagen ist für Donnerstag, 5. September, 9 Uhr, vorgesehen. Für das Verfahren sind insgesamt 25 Verhandlungstage bis zum 5. März 2020 eingeplant.

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