Sport, Kunst und Geschichte

Projektwoche zeigt die Vielfalt der Hönnequell-Schule

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Schülerinnen aller Altersklassen präsentierten zum Auftakt der Projektwoche an der Hönnequell-Schule einen einstudierten Tanz mit ansprechender Choreographie.

Neuenrade - Malen, Tanzen, Erzählen und vieles mehr – so vielfältig wie die Projektwoche an der Hönnequell-Schule war, so war auch der Präsentations-Tag am Donnerstag.

Da waren zunächst einmal die Vorführungen auf dem Schulhof: dort hatten Schülerinnen aus allen Jahrgangsstufen Tänze nach aktueller Chartmusik mit Unterstützung von Franziska Herber einstudiert, die sie dann im Rahmen einer ansprechenden Choreographie den Mitschülern und Gästen präsentierten. Das gab Applaus von Mitschülern und zahlreichen Eltern.

Zudem wurden auf großen Schautafeln auf dem Schulhof, zum Beispiel „Sport im Sauerland“, präsentiert. Mira Levermann, eine der Teilnehmerinnen, erläuterte, was alles unternommen wurde. So waren die Schüler im Klettern in der Lüdenscheider Kletterhalle, machten Sport im Waldstadion und spielten Golf an der Sorpe. Auch ein Projekt Sporthelfer gab es an der Schule.

Die Kunst kam am Donnerstag nicht zu kurz.

Während sich die meisten Projektgruppen seit Montag auf dem Schulgelände mit ihrem Thema beschäftigt hatten, musste der Geschichts-Zusatzkurs etwas weiter fahren: Die 18 Schüler und ihre beiden Lehrer hatten von Montag bis Mittwoch das Konzentrationslager im bayerischen Dachau besucht.

Auf eigene Faust und begleitet mir einer Referentin konnten sich die Jugendlichen die Schrecken des Nationalsozialismus direkt bewusst machen. Ziel war es, erklärt Lehrer Christian Berwanger, auch ein Bewusstsein zu schaffen für Demokratie und Meinungsfreiheit.

„Es ist gut, dass wir das heute haben“, sagte eine Schülerin bei der Diskussion mit Bürgermeister Antonius Wiesemann gestern. Im neuen Halbjahr wird das Projekt fortgesetzt, bis zum Volkstrauertag im November soll eine Video-Dokumentation entstehen.

An den anderen Stationen, die im und um das Schulgebäude verteilt waren, ging es deutlich weniger ernst zu. Bei vielen Projekten zum Beispiel hatten sich die Schüler mit den verschiedenen Formen von Kunst beschäftigt. Eine Gruppe zum Beispiel präsentierte ihre Vorschläge zur Verschönerung des Schulhofs, an anderer Stelle gab es schöne und ungewöhnliche Land-Art-Projekte zu sehen.

Bei „Art Around the World“ bereisten die Jungen und Mädchen künstlerisch die verschiedenen Kontinente: Tusche und Aquarell aus Asien, Totenmasken aus Südamerika oder afrikanische Spielzeuge nahmen die Besucher mit auf eine kleine Weltreise. Nebenan in der Künstlerwerkstatt hatten die Schüler ihre eigenen Motive mithilfe von Holz, Nägeln und Fäden verwirklicht.

An dieser Station ging es um das alte Ägypten.

Noch einen Raum weiter stellten die Kunstfälscher ihre Werke aus. Sie hatten die Bilder bekannter Künstler nachgemalt und so die verschiedenen künstlerischen Epochen und deren eigene Stile kennengelernt. Die kleine Ausstellung haben die Schüler natürlich selbst gestaltet.

Auf dem Schulhof präsentierte eine Gruppe ihre Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt Neuenrade, eine andere konnte alle Informationen über die alten Ägypter, ihre Pyramiden und Tempel liefern – inklusive eines selbst gebauten Modells von Ägypten und seinen Sehenswürdigkeiten.

Zu den beliebtesten Projekten an der Schule gehörte das vegane Kochen. Warum das so war, kann eine der Organisatorinnen aus dem Orga-Komitee der Projektwoche, Katharina Leushacke, nur vermuten: Möglicherweise ein Trend unter den Schülern oder die sie seien schlicht auf der Suche nach einer Alternative zum üblichen Essen. Auf jeden Fall können die Teilnehmer ausgezeichnete Chili sin Carne kochen, wie ein Feldversuch zeigte.

Projektwochen-Abschluss an der Hönnequell-Schule

Ansonsten hatten sich die Lehrer die verschiedenen Projekte – durchaus auf die Fähigkeiten der Schüler abgestimmt – ausgedacht, die Schüler konnten Erst-, Zweit- und Drittwunsch angeben. Gab es zu viele Bewerber für ein Projekt, so wurde gelost. Rasende Schüler-Reporter begleiteten zudem sämtliche Projekte.

Die Akteure des Schatten-Theaters hinter den Kulissen.

Der Kultur wird an der Hönnequell-Schule viel Platz eingeräumt. Und so wurde ein künstlerisches Vorhaben in der Schul-Aula präsentiert, das schon im Vorfeld der Projektwoche initiiert und von der Plettenberger Künstlerin Johanna Winkelgrund mit Kindern in der Kinderkunstwerkstatt erarbeitet wurde.

„Das Killerhuhn und der Teufel“ nannte sich das Schattenspiel, das den Abschluss des vom Land NRW geförderten Projektes „Die Sprache der Schatten“ bildete. Untermalt wurde es durch Musik des Komponisten Brahim Shexo.

Das Stück kam bei den Schülern der Hönnequell-Schule gut an und wird demnächst bei YouTube zu sehen sein. Mit der Suchfunktion sollte es dann leicht zu finden sein, sagte Johanna Winkelgrund.

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