Sozial-Führerschein

Hönnequellschule: Jugendliche engagieren sich sozial

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Die ausgezeichneten Schüler mit Lehrerin Eva Kanau, der Leiterin des Altenzentrums Neuenrade Petra Wegener, Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann, dem stellvertretenden Schulleiter Holger Bieda und Bürgermeister Antonius Wiesemann (von links).

Neuenrade - Zeit mit alten, schwachen oder pflegebedürftigen Menschen verbringen – für viele Jugendliche ist das die Ausnahme. Fünf Schüler der Hönnequellschule haben genau das getan.

„In einer Zeit, in der jeder nur an sich denkt, ist ein solches Projekt um so wichtiger“, sagte Bürgermeister Antonius Wiesemann bei der Übergabe der Zertifikate am Dienstag. Auch Landrat Thomas Gemke habe das Sozial-Führerschein-Projekt sofort unterstützt.

Während des gesamten Halbjahrs waren vier Schülerinnen und ein Schüler für verschiedene Einrichtungen aktiv: Tim etwa hat sich einmal wöchentlich mit einem Rentner getroffen, für diesen eingekauft, sich mit ihm unterhalten oder Spiele gespielt.

Seine Mitschülerinnen Shania und Miranda waren beim betreuten Wohnen am Mühlendorf und haben verschiedene Aktionen und Ausflüge mit den älteren Menschen gemacht, von denen einige dement sind.

Friseurtermine, Waffeln und Gespräche

Lena und Vanessa haben ihre Sozial-Führerscheine im Altenheim gemacht. Dort haben sie für die Bewohner Friseurtermine gemacht, mit ihren Waffeln gebacken und sich unterhalten.

„Es ist ein Pilotprojekt, das es so im Märkischen Kreis noch nicht gab“, erklärt Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann, der den Sozialführerschein mit der Lehrerin Eva Kanau organisiert. Schürmann hatte als Schüler an einem ähnlichen Projekt in Hagen teilgenommen.

Er hofft, dass sich die Zehntklässler aufgrund der neuen Erfahrungen für einen sozialen Beruf entscheiden. Das Zertifikat können sie der Bewerbung beilegen. Im kommenden Halbjahr soll das Projekt fortgesetzt werden.

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