Ein spannender Abstecher in die Welt des Gartenbaus

Besucher und Gartenbesitzer tauschten sich über die Feinheiten des Gartenbaus aus. - Fotos: Jentzsch

Neuenrade - In der Satzung des Kleingartenvereins Berentrop ist festgeschrieben, dass die Pazellen zu je einem Drittel mit Obst und Gemüse bepflanzt sein sollten und dass das letzte Drittel für Hütte und Terrasse zur Verfügung stehe. Das erklärte der Vorsitzende Zvonimir Gratz im Rahmen des Tags der offenen Gärten im Ruhrbogen.

Von Markus Jentzsch

Von einem Einheitsbrei auf der idyllisch gelegenen Anlage kann aber nicht die Rede sein, davon haben sich am Sonntag etliche Besucher überzeugt.

Drei Gärten auf Neuenrader Stadtgebiet standen am Wochenende den interessierten Gartenfreunden von nah und fern offen, wobei die Berentroper Kleingärtner mit fast zehn Teilnehmern das Angebot deutlich ausweiteten. Rot-weiße Luftballons an den Gartentoren teilten optisch mit: „Hier sind Sie willkommen. Treten Sie ein.“

2015 wird die Anlage Berentrop 25 Jahre alt. Wenn die Fachleute aus dem Bezirk ihre regelmäßige Bewertung veröffentlichen, landen die Berentroper meist auf vorderen Plätzen. Entsprechend stolz ist Zvonimir Gratz auf sein „Team“, das aktuell 29 Pazellen bewirtschaftet.

Wie viel Arbeit die Hobbygärtner in ihre Kleinode investieren, das beeindruckte auch die Vertreter des veranstaltenden Neuenrader Verkehrsvereins. Antonius Wiesemann, Bürgermeister und ausgewiesener Fachmann in Sachen Grün, wirkte beeindruckt und freute sich für alle Teilnehmer.

Denn obwohl die Witterung zu Beginn des Tags noch bedrohlich schien, vermeldeten die Gartenbesitzer gute Besucherzahlen. Ein ständiges Kommen und Gehen, Menschen, auf der Suche nach Tipps und Inspirationen flanierten durch die Gärten. So hatte es sich der Verekehrsverein für die Teilnehmer gewünscht und so kam es auch.

Fotostrecke: Offene Gärten in Neuenrade

Offene Gärten in Neuenrade

Nicht nur beim Kleingartenverein spazierten die Besuchrer von Garten zu Garten, auch im Kleinen Buchsbaumgarten von Christel Greis herrschte ein reges Treiben. 37 serbische Fichten hätten früher mal ihren Garten in Beschlag genommen, erklärte die Frau mit dem grünen Daumen.

Heute verhelfen Buchsbaum-Gewächse der Fläche zu einer beruhigenden Struktur. Angefangen habe alles mit einer Buchsbaumkugel und einem ersten Steckling für eine Hecke, erinnerte sich Christel Greis an den Startschuss zu ihrem von Formschnitthölzern geprägten Gartenparadies.

„Heute sich es wohl rund 100 Kugeln“, schätzt sie, wobei die etwa 350 Quadratmeter Naturfläche keineswegs an eine Monokultur erinnern. Vielmehr ist es Christel Greis mit viel Liebe zum Detail gelungen, einen Ort zu kreieren, der zum Verweilen geradezu einlädt.

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