Projekt Blühstreifen in Neuenrade: CDU findet Antrag "überflüssig"

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Vor einem Blühstreifen am Freibad Friedrichstal stehen Marcus Dunker und Brigitte Reinken-Stork von der Neuenrader CDU-Fraktion. Für beide ist der Antrag der Freien Wähler zum Thema Blühstreifen daher nicht nachvollziehbar.

Neuenrade - „Blühflächen sind das ganze Jahr über schön anzusehen, sie helfen der Natur in unserem unmittelbaren Umfeld und es werden Pflegekosten eingespart.“

Das erklärt Bernhard Peters, der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG) in seinem Antrag, der während der Ratssitzung am Montag, 2. September, behandelt werden soll. Die CDU-Fraktionsmitglieder Brigitte Reinken-Stork und Marcus Dunker stimmen Peters in allen Punkten zu – trotzdem ärgern sie sich über den Antrag. 

„Er ist überflüssig“, stellt Dunker fest, und deutet auf die Sonnen- und Ringelblumen und viele andere Blüten, die einen Streifen neben dem Gehweg schräg gegenüber des Freibads Friedrichstal zieren. „Hier blüht es für Bienen, Hummeln & Co!“ steht auf einem Schild, rechts unten in der Ecke ist das Stadtwappen abgebildet, gleich daneben findet sich der Vermerk „Der Bürgermeister“. 

Auf kurzem Dienstweg angestoßen

„Wir haben diese Sache quasi auf dem kurzen Dienstweg angestoßen“, sagt Marcus Dunker. „In einem Gespräch mit Bürgermeister Antonius Wiesemann – schon bevor die FWG daran gedacht hat“, fügt Brigitte Reinken-Stork hinzu. Das habe der Bürgermeister auch öffentlich gemacht; während der Ratssitzung am 9. Juli. Wer möchte, kann das Schwarz auf weiß nachlesen – im Protokoll der Ratssitzung, das den Kommunalpolitikern inzwischen vorliegt. 

Neben dem Blühstreifen am Freibad sind bereits zwei weitere von den Bauhofmitarbeitern angelegt worden: Es blüht vor der Feuerwache und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. „Weitere sollen natürlich im kommenden Jahr noch folgen“, sagt Reinken-Stork. 

Freude über ergänzende Vorschläge

Marcus Dunker unterstreicht, dass sich seine Fraktion jederzeit über ergänzende Vorschläge freue, die das Thema Klima- und Umweltschutz weiter nach vorne bringen würden. „Auch dann, wenn sie von der FWG kommen. Warum die Wählergemeinschaft jetzt aber diesen Antrag gestellt hat, in dem sie unsere Idee als ihre eigene verkauft, das verstehen wir nicht.“

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