1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Probebohrungen: Schäden ermitteln

Erstellt:

Von: Peter von der Beck

Kommentare

Bohrgerät auf Minibagger montiert
Das Bohrgerät ist im Prinzip eine überdimensionale Bohrmaschine in einem Gestell, das wiederum auf ein Minibaggerfahrwerk montiert ist. © von der Beck

Ein Folgeschaden der Flutkatastrophe wird die Stadt Neuenrade noch länger beschäftigen:

Neuenrade - Die Rede ist von der Absackung der Werdohler Straße. Die war just dort, wo die Hönne die Werdohler Straße unterquert eingefallen. Die Haltung hatte Schaden genommen. Eine erste provisorische Reparatur wurde im Frühjahr vorgenommen – jetzt sind noch die Spezialisten der münsterländer Firma Geo-scan am Zuge.

Mitarbeiter des Spezialunternehmens werden dort, wo der Wieser Weg auf die Werdohler Straße trifft, Bohrungen vornehmen. Die Aufschlüsse werden dann vom Ingenieurbüro Fuhrmann und Brauckmann GbR in Balve untersucht. Aus der Beschaffenheit dieser Bohrkerne würden später Schlüsse gezogen und in das Gutachten eingearbeitet. So könne die Stelle entsprechend saniert werden. „Wir wollten nicht einfach ein großes Loch graben, sondern gezielt sanieren.“ Amtsleiter Henninger ließ durchblicken, dass die Sanierung des Untergrunds mit Haltungen für die Hönne und Leitungen so eben nachhaltiger erfolgen könne.

Untergrund wird gescannt

Für die Spezialisten aus dem Münsterland, die mehrere Tage in Neuenrade mit ihren Fahrzeugen und Geräten weilen, bedeutete das zunächst einmal, etliche Vorarbeiten zu leisten. Mit einem speziellen Leitungssuchgerät scanne man zunächst den Untergrund ab, um Leitungen zu orten und mit den Plänen abzugleichen, sagte Geoscan-Mitarbeiter Rudi Volmer. Erst dann werde man die Bohrungen vornehmen und die Bodenaufschlüsse an das Gutachterbüro weiterleiten können.

Das Bohrgerät ist im Prinzip eine überdimensionale Bohrmaschine in einem Gestell, das wiederum auf ein Minibaggerfahrwerk montiert ist. Der Bohrkopf ist so konstruiert, dass er Bohrkerne nach oben befördert.

Autos machen Bocksprünge

Nach der Starkregenflut im Juli vergangenen Jahres war die Fahrbahn über den Leitungswegen minimal abgesackt. Diese Beulen verstärkten sich von Woche zu Woche immer mehr, bis Autos, die flott dort entlang fuhren, regelrechte Bocksprünge machten und der Straßenbelag schon erhebliche Setzrisse bekam. Offensichtlich war die Haltung (Kanalabschnitt) der Hönne an der Stelle teilweise zerstört worden. Die Stadtverwaltung musste handeln, entsprechende Mittel sind bereitgestellt.

Auch interessant

Kommentare