Mit Pilzsammlern auf Tour

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Martin Fröndt (li.) und Gerd van Os ließen sich auch von heftigem Regen nicht von der Pilzsuche abbringen – und freuten sich schon auf das Schlemmermahl.

Affeln - Alle Pilzsammler können sich freuen, denn in diesem Jahr gibt es die Eukaryoten schon viel früher als sonst. Durch die feuchten Wetterverhältnisse und den vielen Regen konnten und können die Pilze auf dem nassen Waldboden gut gedeihen.

Drei Wochen eher als in den vergangenen Jahren konnten die Liebhaber dieses Nahrungsmittels in diesem Jahr auf die Suche gehen – meist mit Erfolg. Martin Fröndt und Gerd van Os sind solch überzeugte Pilzsammler und gehen ab und zu für den Eigenbedarf sammeln. „Mit Speck und Zwiebeln angebraten schmeckt jeder genießbare Pilz“, sagt der gelernte Koch Martin Fröndt. Bei seiner jüngsten Tour trotzte er dann dem Regen und begab sich gemeinsam mit Freund und Nachbar Gerd van Os auf die Suche.

Selbstverständlich: Mit Pilzen muss sich der Sammler auskennen und genießbaren vom giftigen Pilzen unterscheiden können. „Bei den Pfifferlingen zum Beispiel gibt es echte und falsche, der falsche hat einen hohlen Stiel und die Lamellen befinden sich nur am Hut, während sie beim Echten bis an den Stiel reichen.“ Dieser sei zwar nicht giftig aber trotzdem ungenießbar, während der Echte eine eigene Schärfe besitzt. Manche Pilze zeigen auch Verfärbungen wie beim Röhrling zum Beispiel. Diese könnten sich nach dem Abschnitt blau verfärben, das sei nichts ungewöhnliches.

Bleibt noch die Frage: Wie sammelt man eigentlich Pilze? Der Kenner erklärt: „Pilze gehören immer abgeschnitten! Beim Suchen sammelt man nicht die Pilze an sich, sondern nur seine Früchte! Der eigentliche Pilz liegt im inneren der Erde und treibt seine Früchte nach außen. Wenn man die Pilzfrucht abdreht oder herausreißt, entfernt oder beschädigt man eventuell den im Erdinneren liegenden Pilz oder sein Geflecht. Deshalb sollten Pilzsammler immer ein Messer dabei haben, um die Frucht abzuschneiden. Der Stiel gehört auch zur Frucht und darf mitgegessen werden.“ Mit etwas Glück wachsen im nächsten Jahr dort wieder neue Früchte nach.

Nach zweistündiger Suche hatten Martin Fröndt und Gerd van Os verschiedene Arten von Pilzen gesammelt. Darunter waren hauptsächlich Pfifferlinge. Aber auch Steinpilze, Maronen und Pilze mit illustren Namen wie Schafchampignons, Fichtenreizker, Rotkappen, Goldröhrling und Ziegenlippe landeten im Korb. Die beiden Feinschmecker waren mit der Ausbeute sichtlich zufrieden und freuten sich auf das ausstehende Schlemmermahl.

Von Andrea Michels

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